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Lokales Stephan Balkenhol realisiert Leipziger Wagner-Denkmal
Leipzig Lokales Stephan Balkenhol realisiert Leipziger Wagner-Denkmal
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19:46 14.06.2011
Die Jury entschied sich bei der Wahl des zukünftigen Wagner-Denkmals in Leipzig für den Entwurf von Stephan Balkenhol. Quelle: Wolfgang Zeyen
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Leipzig

Balkenhol setzte sich mit seinem Entwurf gegen die Vorschläge von mehreren deutschen Künstlern durch, darunter auch gegen den des bekannten Malers Neo Rauch. Balkenhols Skulptur soll am 200. Geburtstag Wagners 2013 (22. Mai) auf einen Sockel gehoben werden, den Max Klinger einst entwarf.

Die Jury habe mehrheitlich für den Entwurf des 1957 geborenen Künstlers Balkenhol gestimmt, unter anderem, weil er sehr vielschichtig sei, hieß es. Der Bildhauer will den jungen Wagner in Bronze realisieren. Balkenhol hat bereits zahlreiche großformatige Skulpturen geschaffen. Dazu gehören die gigantische goldene Mozartkugel in Salzburg, der „Mann mit Hirsch“ vor der Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe und ein großer Holzarm vor dem Deutschen Schifffahrtsmuseum in Bremerhaven.

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Klinger (1857-1920) sollte eigentlich zum 100. Geburtstag des Komponisten 1913 ein monumentales Denkmal schaffen. Es wurde aber nie fertig. Entworfen hatte Klinger einen mehr als fünf Meter großen Marmor-Wagner, gehüllt in einen Mantel. Der Sockel, der nach dem Tod des Bildhauers schließlich von seinen Schülern geschaffen wurde, zeigt im Relief Figurengruppen aus Opern des in Leipzig geborenen und aufgewachsenen Komponisten.

Die würdige Erinnerung an Wagner ist in seiner Heimatstadt seit Jahrzehnten ein Thema mit Tücken. Auch ein Denkmal, das zu seinem 50. Todestag 1933 entstehen sollte, wurde nie fertig. Die Nazis vereinnahmten dieses Projekt als „Richard-Wagner-Nationaldenkmal“. Der Stuttgarter Bildhauer Emil Hipp bekam den Auftrag und wollte eine kolossale Marmor-Skulptur schaffen. Doch während des Zweiten Weltkriegs war der Marmor knapp, und danach entschied sich die Stadt gegen das Denkmal.

dpa

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