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Lokales Sternenglanz und Lichterzauber – Weihnachtsmarkt in Leipzig ist eröffnet
Leipzig Lokales Sternenglanz und Lichterzauber – Weihnachtsmarkt in Leipzig ist eröffnet
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23:26 28.11.2017
Die City leuchtet wieder: Am Dienstag wurde der Leipziger Weihnachtsmarkt eröffnet. Quelle: André Kempner
Leipzig

 Die anheimelnde Atmosphäre fehlte angesichts des etwas nasskalten Wetters ein wenig. Mit Gongschlag vom Alten Rathaus öffnete am Dienstag Punkt 17 Uhr der Weihnachtsmarkt, der den Leipzigern und ihren Gästen eine besinnliche Zeit bescheren will. Zwölf Minuten später „zündete“ Oberbürgermeister Burkhard Jung per Knopfdruck die 3000 Lämpchen der knapp 20 Meter hohen vogtländischen Fichte an. „Oh, Du Fröhliche“ sang die A-Capella-Gruppe Quintense. Und auch in den 250 Verkaufshütten, die sofort dicht umlagert wurden, gingen die Lichter an.

Am Dienstagabend wurde der Leipziger Weihnachtsmarkt eröffnet. Oberbürgermeister Burkhard Jung hat den Weihnachtsbaum auf dem Markt eingeschaltet. Danach wurden die ersten Glühweine ausgeschenkt.

„In dunkler Zeit entzünden wir das Licht. Die Menschen freuen sich darüber. Denn sie verkünden eine Hoffnung, die wir nach wie vor haben: Es möge Friede sein“, sagte Jung und lobte die rund 80-jährige Fichte „als schönsten Baum, den wir je hatten“. Und wünschte den Menschen Muse in der hektischen Zeit mit kommerziellen Verführungen. Neben Quintense stimmten die Kinder des Tanzstudios Tabu und das Jugend- und Blasorchester Leipzig die Gäste auf die Adventszeit ein.

Finnland und Südtirol locken auf den Augustusplatz

Ein finnisches Blockhaus ist Blickfang vor dem Gewandhaus, wo Rentierfelle, Beerenprodukte, Kunsthandwerk und der beliebte Flammlachs aus dem hohen Norden feilgeboten werden. Gleich daneben vor der Universität hat Alois Kapauer wieder sein Südtiroler Dorf aufgebaut, das größer und schöner geworden ist. „Wir sind Gäste der Stadt, kommen jedes Jahr mit viel Herzblut und versuchen einfach, den Menschen hier Freude zu bereiten“, sagt er. Früher seien seine Kinder hier zur Weihnachtszeit sogar in die Schule gegangen. Angeboten werden edle Brände, aber auch Hirschsalami oder Spitzbuben und andere Leckereien aus der Backstube. Südtiroler Perchten mit handgeschnitzten Masken und der Krampus kommen auch. Vom 8. bis 10. Dezember wollen sie mit wilden Tänzen im urigen Zottelfell Besucher ein wenig erschrecken. Erstmals dabei ist Katrin Seeger aus Berlin, die handgemachte Lederhandschuhe anbietet. „Ansonsten war ich auf dem Gendarmenmarkt in Berlin. Mal sehen, wie es in Leipzig läuft“, freut sie sich auf Kunden.

Familie Wojtyschak aus Lindenau gönnte sich gleich einen Glühwein, den es in zig Varianten gibt. Ist der teurer geworden? „Wir versuchen, den Preis möglichst konstant zu halten. Aber Einfluss haben wir darauf nicht, wir leben schließlich nicht mehr in der Planwirtschaft“, sagte Marktamtsleiter Walter Ebert. Ausschließen könne er das aber nicht. Schließlich haben die Frühjahrsfröste vor allem Wein- und Apfelproduzenten erhebliche Einbußen beschert.

Weihnachtsmann kommt Anfang Dezember

Die Hauptperson fehlt natürlich noch: der Weihnachtsmann. Der trifft am 2. Dezember, pünktlich vor dem ersten Advent, mit der historischen Dampflok auf dem Hauptbahnhof am Bahnsteig 6 ein (11 Uhr). Da sich die Leipziger Dampflok gerade zur Durchsicht befindet, hat der Verein Eisenbahnmuseum Bayerischer Bahnhof diesmal eine historische Lokomotive der Baureihe 50 von den Chemnitzer Kollegen „ausgeliehen“.

Der Augustusplatz hat mit der neuen Wichtelwerkstatt einen echten Hingucker bekommen. Sie wird am 2. Dezember, 14 Uhr, vom Weihnachtsmann eröffnet. Kinder können dort getrennt in zwei Gruppen (maximal jeweils zehn) bis 21. Dezember (täglich von 11 bis 19 Uhr) basteln und backen. Gestalterin Elke Herschel setzte im Opernbrunnen wieder liebevoll Schneewittchen, Rotkäppchen und Co. in Szene und baute in die Märchen absichtlich kleine lustige Fehler ein.

Auf dem Weihnachtsmarkt gibt es erneut kostenloses Wlan. Wer möchte, kann mit mobilen Geräten unter www.leipzig.de/weihnachtsmarkt eine nutzbare Karte mit allen Händlern finden.

Geöffnet ist täglich von 10 bis 21 Uhr, freitags und samstags bis 22 Uhr. Danach darf in Ruhe „ausgetrunken“ werden (kein Verkauf nach Ausschankschluss). Am 22. Dezember ist nur bis 21 Uhr offen, am 23. Dezember ist nur noch der Marktplatz bis 20 Uhr zugänglich.

Von Mathias Orbeck

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