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Lokales Stifterzimmer im Leipziger Völkerschlachtdenkmal wird feierlich übergeben
Leipzig Lokales Stifterzimmer im Leipziger Völkerschlachtdenkmal wird feierlich übergeben
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19:39 02.06.2014
Am Montag wurde das aufwendig sanierte Stifterzimmer im Völkerschlachtdenkmal feierlich übergeben. Quelle: Armin Kühne
Leipzig

Ihre Namen sind auf Tafeln verewigt, die nun im vollständig restaurierten Stifterzimmer hängen.

„Sie sind wie eine große Familie, die mitgewirkt haben, dass wir unser Wahrzeichen mit altem Glanz und neuem Geist ins Stadtbild zurückholen konnten", sagte Leipzigs Kulturbürgermeister Michael Faber (parteilos).

Die Tradition des Stifterzimmer geht auf den Bau des Denkmals zurück. Es war der Patriotenbund, der die Begeisterung der Messestädter für ein monumentales Denkmal zur Völkerschlacht entfachte und der mit flammenden Aufrufen Geld dafür sammelte. Um Personen zu ehren, die mehr als 100 Goldmark – heute sind das etwa 6000 Euro – gespendet hatten, wurden ihre Namen auf Messingtafeln gebannt. Sieben, die nach 1945 verloren gegangen waren, hat der Förderverein restaurieren lassen. Auf neuen Tafeln werden aber auch die Großspender von heute geehrt.

Denn auch die Sanierung des Denkmals, deren Beendigung im Oktober 2013 mit einer eindrucksvollen Lichtinszenierung gefeiert wurde, war ein Kraftakt. Freistaat Sachsen, Stadt Leipzig sowie private Förderer haben gut 25 Millionen Euro aufgebracht. Der Förderverein legte beispielsweise Stifterbriefe auf und sammelte Spenden. So wurde ein neuer Aufzug eingebaut, ein behindertengerechter Zugang angelegt und die Haupttreppe zum Wasserbecken saniert. Moderne Lampen an den Hauptwegen kamen ebenfalls hinzu.

Der Verein lässt aber nicht locker: „Für Restarbeiten brauchen wir 4,8 Millionen Euro – das schaffen wir bis 2018", sagte Fördervereinschef Klaus-Michael Rohrwacher euphorisch. Natürlich nur mit den Partnern von Stadt und Land. Hauptprojekt des Vereins wird die Sanierung des Wasserbeckens sein, die 2015 – als Beitrag zum großen Jubiläum Leipzigs – starten soll.

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Die Sanierung des steinernen Riesen war aber auch ein Kraftakt für die beteiligten Firmen, die ebenfalls im Stifterzimmer verewigt werden. „Die Sanierung des Denkmals ist ein Unikat. Wir wussten damals nicht, worauf wir uns einlassen", sagte Oberbauleiter Ronald Börner. Als Beispiel nannte er die Gerüstbauer, die bei Wind und Wetter manch artistische Leistung am Baukörper vollbringen mussten. „Es war das anspruchsvollste und schwierigste Objekt, das wir je gemacht haben", bestätigte Jörg Franke, Geschäftsführer der Firma Bau- und Spezialgerüstbau Schmölln. „Ich ziehe meinen Hut vor den großartigen Leistungen aller beteiligten Handwerksgesellen und aller Stifter", ergänzte Sprecher Peter Kunze vom Bündnis Zünftiger Gesellen Deutschlands, der besonders Tüchtige mit Handwerksnadeln ehrte.

Matthias Orbeck

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