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Lokales „Stijl Design-Markt“ sorgt für großen Ansturm in der Leipziger Kongreßhalle
Leipzig Lokales „Stijl Design-Markt“ sorgt für großen Ansturm in der Leipziger Kongreßhalle
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18:36 17.04.2016
Design von A bis Z: der „Stijl Design-Markt“ in der Kongreßhalle.  Quelle: Wolfgang Zeyen
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Leipzig

„Hij Leipzig!” hieß es am Wochenende: Zwei Tage lang öffneten sich die Türen der Kongreßhalle am Zoo für den „Stijl Design-Markt“. Rund 100 junge Kreative präsentierten ausgefallene Produkte, frische Ideen und neue Trends frei nach dem Motto: „Anziehen, Wohnen und Genießen“. Hauptsache originell und jenseits des Mainstreams, dachten sich auch die Besucher und umlagerten an beiden Tagen die Stände der Aussteller. Egal ob Fashion, Möbel oder Lampen in Kleinserie, gedruckte Illustrationen, Mützen mit eingebauten Kopfhörern, Taschen aus Kunststofftüten, die perfekte Pflege für den Bartträger, Pflanzen, die von Luft und Liebe leben oder handgemachter Schmuck, der in allen Formen und Materialien vorgestellt wurde: Der „Stijl Design-Markt“ war ein Tummelplatz für alle, die einzigartige Produkte jenseits des Massenmarktes suchen.

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Designprodukte, Kleidung und Handgemachtes von Kreativen und kleinen Labels - das hat der Stijl-Designmarkt Leipzig versprochen. Das wollten sich am Wochenende 16. und 17. April 2016 viele Leipziger in der Kongresshalle am Zoo anschauen. Impressionen in der Galerie. Foto: Wolfgang Zeyen

So praktisch wie unkonventionell ist das Möbelsystem aus unterschiedlich großen Modulen von Alexander Augsten. „Je nach Raumsituation lässt es sich auf- und umbauen – ganz ohne Werkzeuge“, erläutert der Designer. „Spezielle Grifflöcher, Scheiben und Steckbolzen machen es möglich“, so der gebürtige Leipziger, der an der Burg Giebichenstein in Halle studierte. Einen eigenen Kopf hat auch Julia Guardiola, die Möbel, Vasen, Kleiderbügel und vieles mehr mit bunten Collagen verschönert. Eine origineller als die andere und jede ein Hingucker – das sind auch die Taschen, die Sigrun Riechardt offeriert. Waren diese im ersten Leben Zement- und Fischfuttersäcke, wurden sie im zweiten zu farbenfrohen, wasserdichten Beuteln und Geldbörsen. „Unsere Upcyclingtaschen wurden von Müllbergen gerettet und werden unter fairen Bedingungen von Frauen und Familien einer kleinen Dorfgemeinschaft in den dörflichen Regionen Kambodschas gefertigt“, berichtet Sigrun. So eigenwillig wie formschön auch die Lampenformen von Felix Kunkel, der Einzelstücke nach Kundenwünschen gestaltet.

Weder Erde noch Wasser und nur wenig Licht brauchen die Pflanzen, für die Valerie und Giorgia extra Gefäße anfertigen lassen. „Die Luftpflanze Tillansie wächst in der Natur auf Felsblöcken. Wir importieren die Gewächse aus Padua. Wasser und Nährstoffe nehmen die Pflanzen über die Blätter auf. Die Tillansie blüht nur einmal in ihrem Leben.“ Das sei dann immer eine große Überraschung, so die beiden Berlinerinnen. Tolle Hoodies und praktische Hosen – endlich mal nicht nur in Rosa – bietet Jenny aus Hochheim am Main für die ganz kleinen Mädchen an. Aus New York hat Brandon Schell Shirts aus Bio-Baumwolle mitgebracht, die in ihrer klaren, grafischen Formensprache an das Bauhaus-Design erinnern. Aber auch Leipzig ist auf dem „Stijl Design-Markt“ vertreten. Zu bestaunen gibt es Streetwear von „Coromandel” und „Ein Löffel voll Zucker”; Schmuck von „Flamingo Cat”, handgenähte Taschen und Baby­accessoires aus ökologisch gefertigtem Leder von Franziska Klee. Doch auch kunstvolle Postkarten, Grafiken von „Juste Pixx” sowie die bekannten Stadtpläne von Alexander Heitkamp sind Hingucker in der Kongreßhalle.

Die Macher des Design-Marktes wollten nicht nur einen abwechslungsreicher Mix von Ausstellern bieten, sondern auch zum Mitmachen anregen: Am Do-It-Yourself-Tisch des Online-Marktplatzes DaWanda konnte jeder selbst kreativ werden. So regten die Origami-Lichterketten aus handgeschöpftem Papier von Annalena ebenso zum Selbermachen an, wie die Blumenampeln aus Jersey-Stoff, welche die Besucher gemeinsam mit Julia und Eva gestalten konnten. Messemüde? – aber doch nicht auf dem DesignMarkt. Für erschöpfte Besucher hielt Prof. Dr. Alister, ein skurriler Wissenschaftler auf Zeitreise, ein spezielles Messetonikum bereit – und flugs gings auf zur nächsten Runde.

Von Ingrid Hildebrandt

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