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Lokales Störmthaler See gibt 1,5 Millionen m³ Wasser für die Pleiße
Leipzig Lokales Störmthaler See gibt 1,5 Millionen m³ Wasser für die Pleiße
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18:55 27.07.2018
Wasser marsch: Über das Auslassbauwerk am Markkleeberger See sollen in den nächsten vier Wochen 1,5 Millionen Kubikmeter Wasser vom Störmthaler See bis in die Pleiße gelangen. Quelle: Andre Kempner
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Leipzig

Etwas Erleichterung für die angespannte Gewässersituation in Leipzig: 1,5 Millionen Kubikmeter Wasser aus dem Störmthaler See sollen in den nächsten vier Wochen über den Markkleeberger See und die Kleine Pleiße ihrem großen Bruder Pleiße zugeführt werden. Darauf haben sich die Tagebausanierer der LMBV und die Landesdirektion Sachsen verständigt.

Wie berichtet, war die Pleiße wegen der langen Trockenheit unter einen Durchflusswert von zwei Kubikmetern pro Sekunde gerutscht. Am Freitagnachmittag stand der Wert am Pegel Böhlen bei 1,5 Kubikmeter pro Sekunde – die Hälfte dessen, was selbst bei Niedrigwasser normal wäre. Die Talsperrenmeisterei hatte zudem erklärt, alle Reserven zur Stützung des Wasserstandes aufgebraucht zu haben.

Im Störmthaler See ist aber in begrenztem Maße Wasser zur Bewirtschaftung vorhanden, welches inzwischen dosiert zugeführt wird. Dafür wird die vor einiger Zeit neu gebaute Pumpstation der LMBV am Auslass des Markkleeberger See genutzt, um den Abfluss zu erhöhen. 500 Liter pro Sekunde schaffe die Anlage, teilte die LMBV mit.

Vom Auslassbauwerk am Markkleeberger See wird das Wasser zur Kleinen Pleiße in Markkleeberg-Ost hochgepumpt. Quelle: Andre Kempner

Der derzeitige Wasserstand des Störmthaler Sees betrage 117,2 Meter über Normalhöhennull. „Es können 20 Zentimeter bis zum unteren Wasserstand von 117,0 abgeleitet werden“, heißt es. Die LMBV hoffe, dass sie mit der nicht verpflichtenden Bereitstellung des Wassers helfen kann, die angespannte Niedrigwassersituation zu entschärfen, teilte sie mit. Eine andere Lösung seitens der LMBV sei derzeit nicht möglich, da die Bergbaufolge-seen im Südraum Leipzig bereits ihre Grenzwasserstände erreicht haben.

In Leipzig gilt wegen der Trockenheit seit dieser Woche für das Stadtgebiet die Waldbrandgefahrenstufe 4. Brandschutz und achtsames Verhalten in Grünanlagen seien oberstes Gebot, so die Stadt. „Das bedeutet unter anderem, dass auf den von der Stadt bereitgestellten drei öffentlichen Lagerfeuerplätzen Friesenstraße, Nonnenweg (nähe AOK und Clara-Zetkin-Park) sowie am Marienweg im hinteren Rosental (Feuerstelle Nähe Rosentalturm) das Abbrennen von Lagerfeuern untersagt ist“, stellte sie klar.

Zusätzliche Beschränkungen für das Nutzen von Grünanlagen seien noch nicht erforderlich. Allerdings sei Feuer ab einer Entfernung von 100 Metern zum Wald und natürlich im Wald selber sowieso verboten. Ein Grillverbot sei – trotz der anhaltenden Hitze – derzeit nicht vorgesehen. Laut Polizeiverordnung müsse jeder seinen Grill selbst überwachen, auch die Feuerstelle ständig beobachten und Löschmittel bereithalten. Danach müsse die Restglut vollständig gelöscht und die Asche in metallische Abfallbehälter getan werden.

Von Jörg ter Vehn

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