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Lokales Stötteritzer gegen Nordanbindung für Probstheidaer Kliniken
Leipzig Lokales Stötteritzer gegen Nordanbindung für Probstheidaer Kliniken
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23:59 14.04.2014
Eine Luftaufnahme der Probstheidaer Klinik. Quelle: Armin Kühne

Sie widersprechen damit Initiativen aus Probstheida, die ein Aussetzen dieser Entscheidung gefordert hatten, um zunächst ein Gesamtverkehrskonzept für ihren Stadtteil zu erarbeiten (die LVZ berichtete).

"Der Abwägungsprozess für die Straßenbahnanbindung des Probstheidaer Klinikums ist mit einem allgemeinen Konsens im Neuen Rathauses abgeschlossen worden", erklärte Clemens Meinhardt vom Bürgerverein Stötteritz. Aus seiner Sicht sollte deshalb Leipzigs Stadtrat wie geplant noch vor der Sommerpause über die Vorbehaltsflächen für die neuen Straßenbahntrassen entscheiden. Diese Auffassung vertreten auch die Siedlervereine Sonnenwinkel und Kolmsiedlung sowie die Bürgerinitiative Etzoldsche Sandgrube.

Im Gegensatz zu den Probstheidaern wenden sich die Stötteritzer auch gegen den Vorschlag, zum Klinikgelände eine neue nördliche Straße zu bauen. "Sie würde Probstheida nicht von Verkehr entlasten", prophezeit Hans-Jörg Temann, Mitglied des Stadtbezirksbeirates Südost. Diese neue Straße werde nur noch mehr Verkehr produzieren und dazu führen, dass Probstheida auch noch aus dem Norden von Autoströmen überspült wird.

Nach Ansicht der Stötteritzer hat auch eine Bus-Arbeitsgruppe in den vergangen Monaten erfolgreich getagt und so eine kurzfristige Verbesserung der Bus-Anbindung des Klinikums möglich gemacht. Außerdem sollte die Einführung von Tempo 30 in der Strümpellstraße untersucht werden, schlagen sie vor. Auch ein LKW-Durchfahrtsverbot im Kreisel der Strümpellstraße und im Dorfanger Probstheida müsse geprüft werden. "Laster sollten künftig nur noch auf direktem Weg zur Prager Straße gelangen können", so Meinhardt. Darüber hinaus gehöre zum Gesamtpaket auch eine Rad-Schnellverbindung, die vom Völkerschlachtdenkmal/Alte Messe über die Naunhofer und Kolmstraße zum Klinik-Areal führen soll. Die Klinikleitungen müssten ebenfalls Jobtickets für die Beschäftigen auf den Weg bringen, damit diese mit Bus oder Straßenbahn kommen und das eigene Auto stehen lassen. Ein Parkraum-Bewirtschaftungskonzept sei in den Kliniken bereits in Arbeit. Diese Dinge würden bereits ein Verkehrskonzept darstellen.

"Eine zusätzliche Straßenanbindung nach Norden wäre für Stötteritz ein Riesenproblem", erklärte Meinhardt. Ein Gesamtverkehrskonzept dürfe nicht dazu führen, die Nachbar-Stadtteile von Probstheida noch stärker mit Verkehr zu belasten. "Wir wehren uns dagegen, dass die Verkehrsprobleme in Probstheida auf Kosten von Stötteritz gelöst werden", so Meinhardt. Durch den fehlenden Mittleren Ring Ost/Südost habe Stötteritz nach wie vor ein gravierendes Verkehrsproblem.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 15.04.2014

Andreas Tappert

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