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Lokales Stötteritzer sauer auf Oberbürgermeister Jung
Leipzig Lokales Stötteritzer sauer auf Oberbürgermeister Jung
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00:18 12.06.2018
Rentner Jürgen Rauschenbach organisiert in Stötteritz den Widerstand. Quelle: Andre Kempner
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Leipzig

In Stötteritz sind über hundert Einwohner sauer auf Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD). Sie hatten einen offenen Brief an ihn geschrieben, weil sie unter anderem die Pläne für die Umgestaltung der Naunhofer Straße in eine Fahrradstraße verhindern wollen (die LVZ berichtete). Vor wenigen Tagen ist die Antwort aus dem Neuen Rathaus eingetroffen: Statt des erbetenen Stopps der Planungen – deren Umsetzung im Bereich der „Affeninsel“ den Verlust von zahlreichen Parkplätzen zur Folge haben könnte – enthielt das Schreiben aber nur unverbindliche Sätze. „Der ganze Brief ist völlig inhaltsleer“, ärgert sich Jürgen Rauschenbach, einer der Kritiker der Umgestaltung. Er vermutet, dass das Schreiben im Verkehrs- und Tiefbauamt der Stadt verfasst wurde und der Oberbürgermeister nur seine Unterschrift darunter gesetzt hat. „Im Verkehrs- und Tiefbauamt hören wir auch nur solche unverbindlichen Sätze“, sagt er. Rauschenbach & Co. haben Jungs Antwort mittlerweile in Stötteritz öffentlich ausgehängt, damit sie auch andere Anwohner lesen können. Denn den offenen Brief hatten 152 Stötteritzer unterschrieben.

In diesem Schreiben war auch Kritik an der praktizierten Bürgerbeteiligung geäußert worden. Man habe den Eindruck, dass an den Bürgern vorbei entschieden werde, hieß es. Diese Befürchtung hat jetzt durch die „unverbindlichen und enttäuschend unkorrekten Angaben“ des OBM neue Nahrung erhalten – obwohl Ende Mai vor Ort ein Treffen zwischen den unmittelbaren Bearbeitern des Projekts und den Gewerbetreibenden an der „Affeninsel“ stattfand. „Wir haben dort noch einmal deutlich gemacht, dass der Umfang des Fahrradverkehrs eine Fahrradstraße nicht rechtfertigt“, so Rauschenbach. „Wir fürchten jetzt trotzdem eine schleichende Realisierung.“

Von Andreas Tappert

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