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Lokales Stolperstein-Panne: Stadt Leipzig entschuldigt sich
Leipzig Lokales Stolperstein-Panne: Stadt Leipzig entschuldigt sich
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13:04 30.11.2017
Baustelle in der Humboldtstraße 2 in Leipzig. Hier waren Stolpersteine verlegt – und mussten noch am selben Tag für geplante Bauarbeiten wieder aufgenommen werden.  Quelle: André Kempner
Leipzig

 Nach der Panne mit am selben Tag verlegten und wegen Bauarbeiten wieder ausgegrabenen Stolpersteinen in der Humboldtstraße 2 äußert sich nun die Stadt Leipzig. Die „unglückliche zeitliche Abfolge“ bedauere die Kommune außerordentlich, so Sprecher Matthias Hasberg auf Anfrage von LVZ.de „Das hätte nicht passieren dürfen.“

Am Mittwoch waren die Stolpersteine zum Gedenken an die von Nationalsozialisten ermordete Familie Affenkraut morgens gemeinsam mit Schülern feierlich in der Humboldtstraße verlegt worden. Nachmittags wurden die Steine mit den Messingplatten für die geplante Erneuerung des Gehwegs von Bauarbeitern wieder aufgenommen.

An welcher Stelle die Kommunikation in der Verwaltung hakte, ist noch unklar. Die Verwaltung werde jetzt die Abläufe rund um die Stolpersteinverlegung genau unter die Lupe nehmen, so Hasberg weiter. Alle Beteiligten, die am Mittwochmorgen an der Erinnerungsaktion für die nach Auschwitz deportierte Familie beteiligt waren, bekommen von der Stadt offizielle Entschuldigungsschreiben, betonte er.

Die Kommune zeigte sich erleichtert, dass die Bauarbeiter sehr behutsam mit den Mahnmalen umgegangen seien. Wie Achim Beier, Sprecher der Leipziger Aktionsgruppe „Stolpersteine“ gegenüber LVZ.de erklärte, wurde die Lage der Steine fotografiert. Bis zum Wochenende sollen sie genauso wieder auf dem Fußweg angebracht werden.

Von lyn

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