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Stolpersteine für Leipziger Familie Rosenzweig – Spendengelder benötigt

Im Waldstraßenviertel Stolpersteine für Leipziger Familie Rosenzweig – Spendengelder benötigt

Eine Hetzrede gegen Muslime auf der Legida-Bühne, vorgetragen als vermeintlicher Geist eines jüdischen NS-Opfers, hat Schüler in Leipzig dazu animiert, die Geschichte der tatsächlichen Familie Rosenzweig zu recherchieren.

Stolpersteine erinnern in vielen Städten an jüdische Opfer. (Archivfoto)

Quelle: André Kempner

Leipzig. Ein diffamierender Auftritt einer Legida-Rednerin im Oktober 2015 als Geist der „Frau Rosenzweig“ hat Schülerinnen der Neuen Nikolaischule dazu veranlasst, die Geschichte der tatsächlichen Familie Rosenzweig in Leipzig zu recherchieren. Zusammen mit Mitarbeitern des Erich-Zeigner-Hauses fanden die Jugendlichen unter anderem heraus, dass insgesamt elf Rosenzweigs, darunter das Ehepaar Ruchel und Jakob Rosenzweig, einstmals in der Funkenburgstraße 17 im Waldstraßenviertel lebten. Die Familie wurde von den Nationalsozialisten ausgelöscht. Um die Erinnerung zu wahren, wollen die Schüler nun Stolpersteine für alle elf Rosenzweigs im Waldstraßenviertel verlegen. Dazu werden Spendengelder benötigt, hieß es am Mittwoch.

„Wir danken den Schülerinnen und Schülern für ihre gründliche Recherchearbeit und dem Erich-Zeigner-Haus e. V. für die intensive Betreuung dieser Arbeit. Nun rufen wir alle Leipzigerinnen und Leipziger dazu auf, dieses Projekt durch eine Spende zu unterstützen“, so Irena Rudolph-Kokot (SPD) vom Aktionsnetzwerk Leipzig nimmt Platz, das die Initiative unterstützt. Bei ihren Nachforschungen fanden die Jugendlichen unter anderen heraus, dass Ruchel und Jakob Rosenzweig erst von den Nazi dazu gezwungen worden, ins sogenannte „Judenhaus“ in der Keilstraße 5 umzuziehen. Von dort gelang die Flucht in die Slowakei, allerdings nur für kurze Zeit. 1942 wurden Ruchel und Jakob Rosenzweig ins Vernichtungslager nach Treblinka deportiert und ermordet.

Weitere Namen und Geschichten der Opfer wollen die Schüler der Neuen Nikolaischule Ende April veröffentlichen. Finanzielle Unterstützung für das Stolperstein-Projekt für die Rosenzweigs werden auf dem Spendenkonto des Erich-Zeigner-Hauses entgegengenommen.

Spendenkonto bei der Sparkasse Leipzig:

Erich-Zeigner-Haus e. V.

IBAN: DE 94 860 555 92 11 002 798 96

Verw.-Zweck: Stolpersteine Familie Rosenzweig

Von mpu

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