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Lokales Streetfood Festival im Täubchenthal: Die neue Art „Essen auf Rädern“
Leipzig Lokales Streetfood Festival im Täubchenthal: Die neue Art „Essen auf Rädern“
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21:53 01.07.2016
Gelber Falafel-Wagen von Dirk und Vincent Seefried beim Streetfood Festival im Plagwitzer Täubchenthal Quelle: André Kempner
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Leipzig
Der Österreicher Herbert Lehner aus Waizenkirchen mit seinem selbst gebauten Smoker . Quelle: André Kempner

Mit seinem selbst gebauten Smoker ist der Österreicher Herbert Lehner aus Waizenkirchen nach Plagwitz gerollt. Am Mittwoch ist er angekommen, am Donnerstag hat er das erste Schweinefleisch in seinen Smoker gelegt. Das garte dann 15 Stunden lang bei 100 Grad. Der frühere Bautechniker und Lkw-Fahrer wollte eigentlich nie in die Gastronomie. Doch weil sein erster kleiner Smoker bei Familienfeiern so gut einschlug, machte er sich vor einem Jahr selbstständig. „Qualität und kein Stress“ ist seine Philosophie.

Dirk Seefried (54) und sein Sohn Vincent (16, Schüler) im gelben Falafel-Wagen Quelle: André Kempner

Im gelben Falafel-Wagen stehen Dirk Seefried (54) und sein Sohn Vincent (16, Schüler) aus Mainz. Erst seit sechs Wochen geht Seefried mit dem 20 Jahre alten VW auf Tour, der früher mal ein Bäckereiwagen war. Als Gastronom liebt er das Einfache an dieser Art Imbiss. „Einfach Späßje haben“ ist sein Motto; im Sommer ist er leidenschaftlich gern jedes Wochenende unterwegs. Er veranstaltet auch die Mainzer Weintage. Die Tour in den Osten ist für Vater und Sohn Neuland.

Melanie Wittbrodt (links) mit ihrem Dreirad für Kaffee Quelle: André Kempner

Ein Dreirad für’n Kaffee betreibt Melanie Wittbrodt (30, links) aus Leipzig. Vor anderthalb Jahren hat sich die gelernte Hotelmanagerin und Barista selbstständig gemacht. Kaffee ist ihre große Leidenschaft. Sie hätte auch ein eigenes Café eröffnen können, „aber da wäre das Risiko größer geworden.“ So liebt sie die Abwechslung und dass sie ständig nette Leute kennenlernt. Außerdem: Wenn es an einem Platz mal gar nicht läuft, kann sie einfach einpacken und wegfahren.

Natalie Rath und ihre Limonadenbar Quelle: André Kempner

Zwei verschiedene Sorten Limonade, auf Wunsch auch mit Wodka oder Rum, verkauft Natalie Rath an ihrer fahrbaren Limonadenbar. Die 25-Jährige ist nicht weit gereist – sie ist Barkraft im „Täubchenthal“. Immer wenn der Plagwitzer Club eigene Märkte veranstaltet, holt sie ihre rollende Bar auf den Innenhof. Die Limonaden setzt sie eine Stunde vorher selbst an: „Immer die Sorten, die ich am liebsten mag.“ Sie freute sich, dass der Markt gestern Nachmittag sofort nach der Eröffnung sehr gut besucht war.

Tomaš Valach (32) und Braňo Tutka (46) verkaufen aus ihrem Bus heraus Gourmetburger Quelle: André Kempner

Gourmetburger mit Entenfleisch, Buttermilchhühnchen oder auf vegetarische Art bieten Tomaš Valach (32) und Braňo Tutka (46) aus Prag an. Seit einem Jahr sind sie mit ihrem Truck unterwegs, bisher nur in Prag und in der Slowakei. Erstmals sind sie nun bis nach Deutschland gefahren. Braňo ist gelernter Koch und Tomaš ein Barkeeper auf „Auszeit“. Nach 13 Jahren in aller Welt – Wien, New York, Amsterdam, England – findet er es jetzt cooler, in kurzen Hosen und Flipflops hinterm Tresen des alten Mercedes-Bus zu stehen und die Gäste zu bedienen.

Kerstin Decker

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