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Lokales Streiks im öffentlichen Dienst haben begonnen: 13 Kitas und 25 Schulhorte in Leipzig betroffen
Leipzig Lokales Streiks im öffentlichen Dienst haben begonnen: 13 Kitas und 25 Schulhorte in Leipzig betroffen
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07:57 22.03.2012
Am Donnerstag wird in Leipzig gestreikt. Quelle: dpa
Leipzig/Erfurt

Eine Notdienstbetreuung gibt es nicht. Betroffen sind insgesamt 13 Kitas und 25 Horte. Neben den Erziehern sind am Donnerstag auch die Beschäftigten der Stadtverwaltung, Bundeswehr, Sparkassen und Stadtreinigung aufgefordert, für einen Tag ihre Arbeit niederzulegen.

Den Streik-Auftakt machten in Erfurt die Mitarbeiter der Stadtreinigung. „Die Müllfahrer wollen mit einem Autokorso durch die Stadt auf sich aufmerksam machen“, sagte Verdi-Sprecherin Corinna Hersel. Ziel sei der Anger, wo im Laufe des Tages die zentrale Kundgebung für ganz Thüringen geplant ist. Verdi rechnete am Morgen mit rund 1000 Teilnehmern. Aufgerufen zum zweiten Warnstreik innerhalb von zwei Wochen sind auch die Mitarbeiter mehrerer Stadtverwaltungen und Arbeitsagenturen.

Wegen des Ausstands bei der Leipziger Stadtreinigung verschieben sich die Termine für die Mülltonnenleerungen. Wie der kommunale Eigenbetrieb mitteilte werden die für Donnerstag vorgesehenen Behälter am Freitag abgeholt. Die Freitagstouren werden auf Sonnabend verlegt.

Für die Sammlung gewerblicher Biotonnen gibt es Sonderregelungen. Davon betroffene Gewerbetreibende können sich dazu an das Bürgertelefon „Abfall“ mit der Rufnummer 0341 / 6571 111 wenden.

Der Schwerpunkt der Arbeitsniederlegung liegt in Leipzig aber in den Kindertagesstätten und Schulhorten.

Folgende Kitas und Horte sind laut Angaben des Leipziger Amtes für Jugend, Familie und Bildung betroffen:

Am langen Teiche 17,

Dahlienstraße 75,

Diderotstraße 13,

Eisenbahnstraße 52,

Ferdinand-Rhode-Straße 17,

Gustav-Freytag-Straße 33a,

Hans-Otto-Straße 2a,

Kändlerstraße 11,

Kunzestraße 6,

Lerchenrain 14/16,

Reichelstraße 5,

Seidelstraße 1-3,

Stollberger Straße 8.

Auch zahlreiche kommunale Horte werden am Donnerstag geschlossen bleiben:

3. Schule,

33. Schule,

39. Schule,

60. Schule,

66. Schule,

78. Schule,

100. Schule,

120. Schule,

172. Schule,

BrüderGrimm-Schule

Erich-Zeigner-Schule,

Friedrich-Fröbel-Schule,

Franz-Mehring-Schule,

Joachim-Ringelnatz-Schule,

Pablo-Neruda-Schule,

Schule am Auwald,

Schule am Floßplatz,

Schule am Rabet,

Schule Holzhausen,

Schule Liebertwolkwitz,

Schule Portitz,

Wilhelm-Hauff-Schule,

Diesterweg-Schule,

Förderschule Engelsdorf,

Johann-Heinrich-Pestalozzi-Schule

Streik bei den Dresdner Verkehrsbetrieben

Auch die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) wurden am Donnerstag bestreikt (Archivfoto). Quelle: Dominik Brüggemann

Eine zentrale Kundgebung ist laut Verdi in Leipzig nicht geplant. Auch vor den Einrichtungen werden sich die Gewerkschaftsmitglieder nicht versammeln. „Wir fahren statt dessen mit Bussen nach Halle“, sagte Verdi-Sprecher Jörg Förster auf Anfrage. Dort soll Gewerkschaftschef Frank Bsirske sprechen. Weitere Veranstaltungen sind auch in Dresden und Erfurt geplant.

Auch die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) wurden am Donnerstag bestreikt. Verdi rief zu einer vierstündigen Arbeitsniederlegung im morgendlichen Berufsverkehr auf. Bahnen und Busse sollten von 4.00 Uhr an nicht fahren. „Wir gehen davon aus, dass sich ca. 900 Beschäftigte der Frühschicht an dem Warnstreik beteiligen werden“, heiß es in einer am Mittwochabend verbreiteten Mitteilung der Gewerkschaft.

Nach Verdi-Angaben erhält ein Dresdner Straßenbahnfahrer als Einstiegsgehalt 1.610,46 Euro brutto im Monat. Das entspreche einem Stundenlohn von 9,25 Euro bei 174 Stunden im Monat.

Die Gewerkschaften fordern von den Arbeitgebern 6,5 Prozent mehr Lohn, mindestens aber 200 Euro im Monat. Das Angebot der Arbeitgeber - ab Mai 2,1 Prozent mehr Gehalt und ein weiteres Plus von 1,2 Prozent ab März 2013 - hatten sie ausgeschlagen. Damit wurden die Tarifverhandlungen am 13. März in Potsdam ohne ein konkretes Ergebnis vertagt. Die Gespräche sollen am 28. und 29. März fortgesetzt werden. Am Montag begann die zweite Warnstreikrunde im öffentlichen Dienst in Niedersachsen und Bremen.

Conrad Ziesch/Matthias Roth/dpa

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