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Lokales Streit um Ausrichtung der LWB
Leipzig Lokales Streit um Ausrichtung der LWB
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22:04 22.09.2015
Die CDU-Politikerin Sabine Heymann attackiert die SPD.  Quelle: Foto: André Kempner
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Leipzig

Zwischen den Ratsfraktionen von CDU und SPD bahnt sich ein Streit um die Ausrichtung des stadteigenen Großvermieters Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft (LWB) an. Die Christdemokraten kritisieren, dass der LWB zu viele Aufgaben aufgebürdet werden sollen. „Es fehlt in Leipzig an Kindertagesstätten, an Schulgrundstücken, an Asylbewerbereinrichtungen, an preiswertem Wohnraum – doch nach dem Willen der SPD soll die Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft all diese Probleme in der sozialen Infrastruktur richten“, sagt Vize-Fraktionschefin Sabine Heymann (CDU) mit Blick auf die jüngsten Forderungen der SPD (die LVZ berichtete).

Die Sozialdemokraten hätten offenbar schon wieder vergessen, dass sich die LWB erst seit kurzer Zeit wirtschaftlich so stabilisiert hat, dass man wieder Wohnungen und eine Firmenzentrale bauen kann, statt teuer zu mieten. Der Großvermieter müsse sich auch noch intensiv der Sanierung seines Wohnungsbestandes widmen, heißt es weiter. Denn nicht selten seien es gerade LWB-Bauten, die die letzten unsanierten Häuser in einer Straße sind. „Die Kernkompetenz der LWB liegt eindeutig in der Bereitstellung und Verwaltung von Wohnraum", so Heymann. „Eine eierlegende Wollmilchsau ist sie nicht.“

Folge man den veröffentlichten Forderungen der SPD Leipzig, so hieße dies bald wieder „Ruinen schaffen ohne Waffen“, erklärte die Christdemokratin. „Auch Wohnungen, die Geringverdienern zur Verfügung gestellt werden sollen, müssen refinanziert werden. Andernfalls können keine Reparaturen durchgeführt werden. Doch scheinbar hat man bei der SPD schon vergessen, wie es zu DDR-Zeiten, dank der Verwahrlosung der Wohnungsbestände, aussah, obwohl das Durchschnittsalter der SPD-Mitglieder sicher deutlich über 50 liegt.“

Die Christdemokraten fordern stattdessen einen „guten Mix im Portfolio“, um die LWB zukunftsfähig zu machen. „Interessante Bestände hochwertig sanieren und hochpreisig vermieten und zugleich sanierten Wohnraum für kleines Geld anbieten“, listet CDU-Stadtrat Michael Weickert auf. „Dazu bedarf es keiner Quoten oder gar Polemik, zumal ich bezweifle, dass die SPD hier mit einer Stimme spricht.“

Beide Stadt- und LWB-Aufsichtsräte seien sich einig, dass der gute Weg, den das Unternehmen beschritten hat, nicht gefährdet werden dürfe.

Von Andreas Tappert

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