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Lokales Streit um Haus in der Jahnallee dauert an
Leipzig Lokales Streit um Haus in der Jahnallee dauert an
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23:00 09.03.2016
Archivbild Quelle: André Kempner
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Leipzig

Keine Entspannung im Mietstreit in der Leipziger Jahnallee 14: Nachdem zu Jahresbeginn die defekte Heizungsanlage für frostige Stimmung sorgte (die LVZ berichtete), werden nun neue Vorwürfe laut. So seien etwa in ihrer Wohnung unangekündigt zwei neue Mitmieter einquartiert worden, berichtet Jana Wiegreffe. Die junge Frau habe dazu weder eine Anfrage erhalten, noch ihre Zustimmung zu der Neuvermietung gegeben. „Es wird immer mehr zur Sicherheit: Hier soll offenbar eine Entmietung erreicht werden“, ist Jürgen Kasek, der einige der Mieter als Rechtsanwalt berät, überzeugt.

Etwas anders sieht die Gegenseite, die Berliner BSL GmbH als Eigentümer, den Sachverhalt. Wiegreffe habe der Neuvermietung sehr wohl telefonisch zugestimmt, hieß es auf Anfrage. Eine Zustimmung hätte zudem lediglich dann verweigert werden können, wenn die neuen Mitbewohner „schlicht unzumutbar“ seien.

Die beiden Neumieter verrichteten Arbeiten in einem Ladenlokal im Erdgeschoss, teilen die Eigentümer auf LVZ-Anfrage mit. Das sei der einzige Bereich, in dem dies derzeit möglich sei. Denn den im letzten November angekündigten Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen habe bisher kein einziger Mieter zugestimmt. Diese Einwilligung sei aber rechtlich nötig, um die Arbeiten durchführen zu können – vor allem, um das Haus vor weiterem Verfall zu schützen, hieß es.

Es sei verständlich, dass sich Mieter gegen Modernisierungsmaßnahmen wenden, weil diese natürlich auch zu Mieterhöhungen führen könnten. Die von den Mietern kritisierten Mängel, etwa bezüglich der Haustür, seien allerdings reine Erhaltungsarbeiten – und für die Mieter zudem kostenlos. Sich gegen notwendige Sanierungen zu sträuben und im gleichen Zuge deren Unterbleiben anzukreiden, stößt auf Seiten der Verwalter auf Unverständnis.

Den Vorwurf, eine Entmietung anzustreben, weisen die Eigentümer entschieden von sich. „Wir möchten unser Eigentum schützen und deswegen sanieren“, betonen sie. „Dafür muss niemand ausziehen. Es muss lediglich die Möglichkeit bestehen, die Wohnungen zu betreten, um die notwendigen Arbeiten durchführen zu können.“

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