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Lokales Streit um Lärmschutzwand am Bahnhof Plagwitz – Stadt Leipzig klagt gegen Bahn
Leipzig Lokales Streit um Lärmschutzwand am Bahnhof Plagwitz – Stadt Leipzig klagt gegen Bahn
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12:10 13.04.2011
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Leipzig

Unverständlich, denn eigentlich hätte es eine durchsichtige Lärmschutzwand auch getan – sagt die Stadt und klagt nun dagegen.

Bereits seit dem Jahr 2008 ist das Projekt in Planung. In so genannten Planfeststellungsverfahren werden solche Bauten geplant und abgesegnet – zuvor werden Stimmen, Vorschläge und auch Einwände gehört. Die Stadt Leipzig betont in einer Stellungnahme: „Wir haben von Anfang an die Forderung nach transparenten Lärmschutzwänden vertreten.“

Bahn-Sprecher Jörg Bönisch sagte am Dienstag gegenüber LVZ-Online: „Im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens hatte die Stadt die Möglichkeit auf alle baulichen Maßnahmen Einfluss zu nehmen.“ Dies sei im weiteren Verlauf des Verfahrens nicht passiert, so der Bahn-Sprecher.

Die Stadt Leipzig zählt in ihrer Erklärung hingegen genau auf, wann diese Forderungen nach transparenten Lärmschutzwänden vorgetragen wurden. „Im August 2008 haben wir fristgerecht unsere Stellungnahme abgegeben. Auch im Februar und März 2009 bei einem Vor-Ort-Termin ist dies geschehen.“ Nach einer Begehung des Geländes in Plagwitz habe die Stadt im April 2009 die Forderung nach einer transparenten Wand vorgetragen. Ohne Erfolg: im Rahmen des Planfeststellungsbeschlusses fand ihr Anliegen kein Gehör.

„Von Widersprüchen ist mir nichts bekannt“, erklärte Bahn-Sprecher Bönisch. „Wir haben einen gültigen Plan, den können wir jetzt nicht ändern, weil er eben so beschlossen worden ist.“

Die Stadt sieht keinen anderen Ausweg mehr und geht gegen den Beschluss gerichtlich vor: Leipzig klagt gegen das Einsenbahnbundesamt. Vor dem Sächsischen Oberverwaltungsgericht in Bautzen versuchen Anwälte der Stadt nun den Bau der undurchsichtigen Lärmschutzwand abzuwenden.

Dominik Bath

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