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Lokales Streit um Leipzigs Felsenkeller: FDP will Supermarkt erlauben – Linke eher kritisch
Leipzig Lokales Streit um Leipzigs Felsenkeller: FDP will Supermarkt erlauben – Linke eher kritisch
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15:37 24.06.2013
Knapp 50 Leipziger demonstrierten am Samstag (22.06.2013) für den Erhalt des Felsenkellers in leipzig als Veranstaltungsort und gegen eine Umwidmung des historischen Gebäudes zum Supermarkt. Quelle: Dirk Knofe
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Leipzig

Wie FDP-Stadtrat René Hobusch am Montag erklärte, müsse eine Umgestaltung des neobarocken Ballhauses zum Supermarkt möglich sein. Hobusch beruft sich dabei auf die bereits 2008 von Politik, Verwaltung und mit Bürgerbeteiligung getroffenen Entscheidungen im sogenannten „Stadtentwicklungsplan Zentren“ (STEP). „Der Felsenkeller liegt an der Ecke Karl-Heine-Straße/Zschochersche Straße und ist damit Teil des sog. ‚C-Zentrums Plagwitz’. Damit ist dort ein Einzelhandelsvorhaben grundsätzlich zu erlauben“, so der FDP-Stadtrat.

Hobusch forderte, dass sich auch die Stadträte der anderen Fraktionen an diese Beschlüsse halten und sie nicht in Frage stellen. „Wenn ein Umbau denkmalschutzrechtlich in Ordnung ist, dann muss die Stadt das Vorhaben genehmigen. So sind die Spielregeln, die für alle gleichermaßen gelten", so der FDP-Politiker.

Dagegen sehen Leipzigs Linke die Umbaupläne eher kritisch. Linken-Stadtvorstand Volker Külow beteiligte sich am Samstag aktiv an einer Demonstration vor dem Felsenkeller und erklärte, „die reiche Geschichte des Hauses, als einer der wirkungsmächtigsten Orte der Leipziger Arbeiterbewegung“, zähle zu den vielen Gründen gegen eine Nutzung als Supermarkt. Auf dem unter anderem von der Schaubühne Lindenfels organisierten Protestmarsch präsentiert Külow eine Broschüre über eine weltpolitisch bedeutsame Rede von Rosa Luxemburg, die sie am 27. Mai 1913 im überfüllten Felsenkeller gehalten hat.

Die Linke will sich nun an der Suche nach Zukunftsperspektiven für das traditionsreiche Ballhaus beteiligen und hofft dabei auf ein faires Zusammenwirken aller Beteiligter, „vom Eigentümer über die Stadtverwaltung bis hin zur Bürgerschaft im Leipziger Westen“, so Külow weiter.

Nach Angaben der Stadtverwaltung soll der Felsenkeller im September Thema in der Leipziger Ratsversammlung werden. Noch auf Initiative des scheidenden Baubürgermeisters Martin zur Nedden sei eine ergebnisoffene Planvorlage vorbereitet worden, hieß es aus dem Stadtplanungsamt. Der Eigentümer der Immobilie favorisiere allerdings eine künftige Nutzung als Supermarkt.

mpu

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