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Streit um erstes großes Wohnungsbauprojekt

Leipzig-Schönefeld Streit um erstes großes Wohnungsbauprojekt

Braucht Schönefeld mehr Sozialwohnungen oder eher höherwertigen Wohnraum? Um das erste große Wohnungsbauprojekt in dem Leipziger Stadtteil ist ein politischer Streit darüber entbrannt.

Hinterm Schönefelder Rathaus soll ein neues Wohngebiet entstehen.
 

Quelle: André Kempner

Leipzig. Es sei das „größte Wohnungsbauprojekt in Schönefeld im letzten Vierteljahrhundert“, sagte der Schönefelder Stadtrat Ansbert Maciejewski (CDU). 172 Wohnungen will die Leipzig-Stiftung dort bauen. Eigentlich eine gute Nachricht, dass die Immobilienbranche den unter hoher Arbeitslosigkeit und Armut leidenden Stadtteil nicht abgeschrieben hat. Doch genau dieses Vorhaben wurde jetzt zum Zankapfel im Stadtrat.

Tausende von Sozialwohnungen seien schon durch die Sanierung von Altbauten in Leipzig verloren gegangen, hob Mathias Weber (SPD) hervor. Er gehört zu einer Gruppe von sieben Stadträten aus SPD-, Linke-, Grünen- und Freibeuter-Fraktion, die genau aus diesem Grund den Bauherren dazu verpflichten wollen, 30 Prozent der Wohnungen als Sozialwohnungen anzubieten. Bei denen darf der Quadratmeter nicht teurer als 6,50 Euro sein.

Eine Fußfessel, die Maciejewski für überflüssig hält. Er warf den Antragstellern vor, aus Schönefeld ein „Ghetto“ für Sozialschwache machen zu wollen. „Von einer durchmischten Bevölkerungsstruktur kann in dem Stadtteil keine Rede sein“, sagte er. Die Arbeitslosenquote gehöre zu den höchsten in Leipzig. Das Stiftungsvorhaben biete die Chance, dass auch Menschen mit höheren Einkommen in den Stadtteil ziehen. „Der Anteil von Wohnungen für fünf bis sechs Euro liegt in Schönefeld bei über 70 Prozent“, sprang René Hobusch dem CDU-Politiker zur Seite.

Damit auch attraktive Geschäfte und Lokale entstehen, brauche es hochwertigen Wohnraum. „Wir wollen Gentrifizierung im Leipziger Osten verhindern“, erwiderte Franziska Riekewald (Die Linke), „wollen erreichen, dass es preiswerten Wohnraum auch künftig in Schönefeld gibt.“

Am Ende kam statt einer handfesten Auflage nur eine wachsweiche Forderung an den Bauherrn heraus: Der OBM soll den Vorstand der Stiftung bitten, auch Fördermittel für sozialen Wohnungsbau einzusetzen.

Von Klaus Staeubert

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