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Lokales Student will Sexshop schließen lassen - Petition hat wenig Chancen
Leipzig Lokales Student will Sexshop schließen lassen - Petition hat wenig Chancen
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13:38 12.01.2010

Täglich kämen mehrere tausend Menschen an dem Laden vorbei, heißt es in dem Gesuch weiter.

„Eltern müssen ihren Kindern erklären, was in diesem Laden verkauft wird und was die Dinge im Schaufenster sind, wenn ihre Kinder danach fragen.“ All das schade Leipzig und seinen Bürgern.

Ingo Sasama (Grüne), Mitglied des Petitionsausschusses, räumt dem Antrag jedoch kaum Chancen ein, in der Ausschusssitzung am Freitag durchgewunken zu werden: „Wir hatten schon Probleme, die Petition überhaupt zuzulassen, denn sie ist moralisch einfach stark übertrieben.“ Ein Verbot des Ladens sei schon wegen der Gewerbefreiheit nicht möglich. „Auch die angeblich anstößigen Darstellungen aus den Schaufenstern zu entfernen, halte ich für rechtlich kaum durchsetzbar, da sich weder ein Kindergarten noch eine Schule in der Nähe befinden“, so Sasama weiter.

Shop-Besitzer Uwe Wittek sieht der Sache gelassen entgegen. „Wir sind seit 20 Jahren hier an diesem Standort und hatten noch niemals Ärger. Ich kann mir nicht vorstellen, dass uns jetzt etwas passiert.“ Momentan kann man hinter seinen Schaufenstern Pappaufsteller mit leicht bekleideten Damen, diverse Sexspielzeuge oder Kondome bewundern.

Endgültig entscheidet der Stadtrat in seiner Sitzung am 20. Januar über das Gesuch, und wird dabei voraussichtlich die Empfehlung des Petitionsausschusses übernehmen. „Und der wird mit größter Wahrscheinlichkeit gegen den Antrag stimmen“, meint Ingo Sasama.

Johannes David

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