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Lokales Studie: Hotels in Leipzig billiger als in Polen – 67 Euro pro Übernachtung „kein Dumpingpreis“
Leipzig Lokales Studie: Hotels in Leipzig billiger als in Polen – 67 Euro pro Übernachtung „kein Dumpingpreis“
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17:22 13.09.2011
Günstige Hotels: Leipzig hat neben Kassel deutschlandweit die preiswertesten Herbergen. Quelle: André Kempner
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Leipzig/Berlin

Sogar in Polen ist das Hotelbett pro Nacht landesweit gesehen teurer (76 Euro). Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle Hotelpreis-Index des Onlineportals Hotels.com. Er basiert auf den im ersten Halbjahr 2011 gezahlten Zimmerpreisen in 125.000 Hotels an gut 19.000 Standorten weltweit.

Die Leipziger Tourismus und Marketing GmbH (LTM) wertete die Studie als positives Signal. Von „Dumpingpreisen“ könne keine Rede sein, sagte Sprecher Andreas Schmidt gegenüber LVZ-Online. Vielmehr habe Leipzig aufgrund seiner großen Hoteldichte ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Dies komme neben den Touristen vor allem Geschäftsreisenden zugute. „Durch die niedrigen Preise gelingt es, mehr Kongresse und Tagungen nach Leipzig zu holen“, betonte Schmidt.

Leipziger Hotelmarkt von 2000 auf 13.000 Betten gewachsen

Seit der Wende stieg die Hotelkapazität in Leipzig von rund 2000 auf mittlerweile mehr als 13.000 Betten. Auch die Nachfrage wuchs deutlich. So kamen nach dem Leipziger Rekordjahr 2010 – mit mehr als zwei Millionen Übernachtungen – im ersten Halbjahr 2011 nochmals mehr Hotelgäste nach Leipzig. Insgesamt stehen Touristen in der Messestadt 107 Herbergen zur Verfügung.

„In Leipzig sind vor allem in den letzten zehn Jahren kontinuierlich neue Hotels hinzu gekommen“, berichtete der LTM-Sprecher. So verwies er auf das in diesem Jahr eröffnete Steigenberger Grandhotel im Handelshof oder das im Niedrigpreissegment angesiedelte Motel One in der Nikolaistraße. Beide Ketten planen bereits weitere Herbergen in bester Innenstadtlage. So will Motel One unweit des ersten Standorts, an der Ecke zur Grimmaischen Straße, einen Neubau mit 180 Betten errichten. Steigenberger baut am Tröndlinring – zwischen der Gerberstraße und dem früheren Landratsamt – ein neues Haus mit 165 Zimmern für rund 14,5 Millionen Euro.

50 bis 60 Euro für ein Zimmer in bester City-Lage

Durch die zunehmende Konkurrenz steigt jedoch auch der Preisdruck für die Hoteliers. „Der Markt macht sich aber nicht selber kaputt“, stellte Schmidt klar. Neue Herbergen führten lediglich dazu, dass die Preise nicht künstlich in die Höhe getrieben werden. So bekomme man in der Leipziger City ohne Probleme ein Zimmer zwischen 50 und 60 Euro. „Das können andere deutsche Städte so nicht bieten.“

"Low-Budget“-Anbieter in der Leipziger Innenstadt: das Motel One. Quelle: André Kempner

Weltweit gesehen sind die Hotelpreise dem neuen Index zufolge im ersten Halbjahr 2011 leicht gestiegen – in Deutschland sanken sie jedoch an einigen Orten. Mit durchschnittlich 88 Euro liegt die Bundesrepublik insgesamt im Ranking im hinteren Mittelfeld. Im innerdeutschen Städtevergleich rangiert Baden-Baden mit 114 Euro an der Spitze, gefolgt von Rostock mit 109 Euro. Hamburg und Köln liegen mit je 104 Euro auf Platz drei. Kassel ist mit 65 Euro am günstigsten.

Vergleichsweise preiswert sind Übernachtungen nach wie vor auch in Berlin: Dort kostet eine Nacht im Schnitt 76 Euro, das waren noch einmal sieben Prozent weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Hotels.com erhebt die Daten für den Hotelpreisindex (HPI) zweimal jährlich und vergleicht sie jeweils mit dem Vorjahreszeitraum.

Robert Nößler/dpa

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