Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Lokales Studienstart für 6300 Erstsemester an der Uni Leipzig - Hochschule erhält Fördergelder
Leipzig Lokales Studienstart für 6300 Erstsemester an der Uni Leipzig - Hochschule erhält Fördergelder
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:33 12.10.2011
Die Erstsemester der Univeristät Leipzig bei der feierlichen Immatrikulation im Gewandhaus. Quelle: Christian Nitsche
Anzeige
Leipzig

Obendrein erhält die Uni Fördergelder in Höhe von 14,5 Millionen Euro.

Obwohl in Sachsen die Abiturientenzahlen sinken, ist die Zahl der Bewerber unerwartet deutlich gestiegen. Rund ein Drittel mehr Bewerbungen gingen bis Fristende (15. September) in der Uni Leipzig ein. Hauptgründe sind unter anderem die doppelten Abiturjahrgänge in Bayern und Niedersachsen sowie die Aussetzung der Wehrpflicht.

Umfrage unter Leipzigs Erstsemestern:

[gallery:700-NR_LVZ_GALLERY_12575]

Besonders auf die Studienrichtung Medizin habe es einen großen Ansturm gegeben. „Leipzig ist hier sehr gefragt. Auf zehn Bewerber kommt ein Studienplatz“, freut sich Rektorin Beate Schücking. Dagegen ist die Rechtswissenschaft das Fach mit den meisten Erstsemestern. „Auch im Bundesvergleich liegen wir mit dem Fach in der absoluten Spitzengruppe“, erklärt Schücking, was vor allen Dingen an dem qualitativ guten Lehrangebot liege.

Weil es zudem eine große Nachfrage nach der Lehramtsausbildung gab, werden aller Voraussicht nach dort die Plätze aufgestockt. Statt der vorgesehenen 500 gebe es dann 530, so Schücking. Zwar gebe es laut der Rektorin „natürlich Probleme, die zusätzlichen Studienplätze aufzufangen. Aber wir werden einen Weg finden“.

Um dem wachsenden Interesse gerecht zu werden, kommt der Universität die Zusage für das Förderprogramm „StiL – Studieren in Leipzig“ gelegen. In dem von der Bundesregierung bereitgestellten Programm Qualitätspakt Lehre (QPL), bei dem bundesweit 900 Millionen Euro ausgeschüttet werden, wurde der Uni Leipzig eine Förderung von 14,5 Millionen Euro in den kommenden fünf Jahren in Aussicht gestellt.

„Gerade in Zeiten, in denen die Universität Leipzig vor einschneidenden Sparmaßnahmen steht, ist die Verbesserung der Qualität von Studium und Lehre äußerst wichtig“, sagt Schücking. „Deshalb bin ich froh, dass wir mit StiL die Möglichkeit haben, unsere Universität weiter zu entwickeln und dadurch auch international wettbewerbsfähig zu bleiben.“

Trotz der anstehenden Sparmaßnahmen – bis 2015 sollen über 70 Stellen abgebaut werden – sollen mit den Fördermitteln nicht die fehlenden Gelder ausgeglichen werden. „StiL sollte die Qualität verbessern, nicht die Quantität. Das heißt auch, es sollen nicht die Routineaufgaben damit abgedeckt werden“, stellte die Rektorin klar.

Konkret sollen mit StiL zwei Bereiche verbessert werden: Zum einen die Optimierung der Infrastruktur. In den Fakultäten sollen verstärkt Mentoren eingesetzt werden. Auch sei geplant, das Tutoren-Netzwerk enger zu knüpfen und neue, stärker praxisbezogene Studienangebote zu entwickeln. Zudem ist ein Ausbau der Studienberatung vorgesehen.

Zum andern wolle man auf eine stärkere Internationalisierung der Universität setzen. So setzt die Uni Leipzig beispielsweise zunehmend auf ausländische Hochschullehrer. Darüber hinaus soll Englisch als Unterrichtssprache vermehrt in der Lehre verankert werden.

aku

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Ratlose Gesichter sind derzeit einige zu sehen am Leipziger Hauptbahnhof: Züge aus Richtung Berlin haben bis zu 100 Minuten Verspätung. In die Hauptstadt fährt die Bahn zwar relativ pünktlich ab, die Züge bleiben jedoch unterwegs stehen oder müssen Umleitungen um gesperrte Berliner Bahnhöfe fahren.

12.10.2011

Die Urenkelin des früheren Stadtbaurates Hugo Licht (1841-1923), der unter anderem das Neue Rathaus entwarf, Christa Heilmann, übergab dessen Nachlass am Mittwoch an die Stadt.

12.10.2011

Am kommenden Samstag wollen hunderte Menschen in Leipzig auf ungewöhnliche Art und Weise für das Recht sexueller Selbstbestimmung und gegen die Verharmlosung sexueller Gewalt demonstrieren.

12.10.2011
Anzeige