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Lokales Studium in Leipzig oft nur mit guten Noten möglich
Leipzig Lokales Studium in Leipzig oft nur mit guten Noten möglich
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16:53 04.07.2018
Viele Studenten wollen an die Universität Leipzig – deswegen haben viele Fächer einen Numerus Clausus. (Archivbild) Quelle: Andre Kempner
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Leipzig

Etwa die Hälfte aller Studiengänge an der Universität Leipzig ist zulassungsbeschränkt. Einen bestimmten Notenschnitt brauchen Bewerber für das bevorstehende Wintersemester bei 71 von insgesamt etwa 150 Studiengängen, wie eine Sprecherin der Hochschule am Mittwoch auf LVZ-Anfrage mitteilte. Allerdings handele es sich dabei um vorläufige Angaben. Die Universität habe jeweils einen Numerus Clausus (NC) vorgeschlagen. Diese müssten noch final bestätigt werden.

Neue Zulassungsbeschränkungen gibt es ab dem kommenden Semester für drei Bachelor-Studiengänge. Wer „Informatik“, „Digital Humanities“ oder „Archäologie und Geschichte des Alten Europa“ studieren möchte, muss einen bestimmten NC erreichen.

Von 1,1 bis 3,3

Welche Abiturnoten am Ende für beliebte Studiengänge reichen, könne laut Universität-Sprecherin bisher noch nicht gesagt werden. Im vergangenen Wintersemester waren Psychologie (1,1) und Biochemie (1,4) sowie Biologie für ein gymnasiales Lehramt (1,4) besonders gefragt. Wer Sport (Mittelschullehramt, 3,3), Kunstgeschichte (2,8) oder Sonderpädagogik für den Bereich „Wirtschaft-Technik-Haushalt/Soziales“ oder „körperliche und motorische Entwicklung“ (jeweils 2,9) studieren wollte, hatte bessere Karten.

Insgesamt liegt die Quote für zulassungsbeschränkte Studiengänge an allen Leipziger Hochschulen bei 43,8 Prozent – und damit leicht über dem Bundesschnitt. Der ist laut dem am Mittwoch vom Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) veröffentlichten Numerus-Clausus-Check aktuell bei 41,1 Prozent.

Leipzig im Sachsenvergleich besonders beliebt

Sachsenweit hat demnach etwa jeder dritte Studiengang im kommenden Semester einen NC. Im Vergleich zum Wintersemester 2017/2018 sei die Quote im Freistaat um 2,6 Prozent auf 33,1 gesunken. In Dresden ist den Angaben zufolge bei 36,8 Prozent aller angebotenen Studiengänge ein Numerus Clausus erforderlich.

Im Deutschlandvergleich gibt es laut CHE aktuell in Berlin den höchsten Anteil an zulassungsbeschränkten Studiengängen (64,8 Prozent), knapp vor Hamburg (64,4 Prozent). Auf den Plätzen drei und vier folgen das Saarland und Bremen (60 beziehungsweise 59 Prozent). Die niedrigste Quote hat Thüringen mit 20,3 Prozent.

Von Josephine Heinze

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