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Lokales Suche nach Fernbus-Terminal am Leipziger Hauptbahnhof – Räder-Chaos stößt bitter auf
Leipzig Lokales Suche nach Fernbus-Terminal am Leipziger Hauptbahnhof – Räder-Chaos stößt bitter auf
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23:59 18.04.2014
Reichen nicht: die rund 390 Fahrradbügel am Hauptbahnhof. Die Grünen drängen nun darauf, dass das Umfeld der Verkehrsdrehscheibe neu geordnet wird und ein Fahrradparkhaus entsteht. Quelle: André Kempner

An vielen Tagen ist es einfach chaotisch: Kreuz und quer sind die Fahrräder an jedem verfügbaren Ständer und Geländer angekettet. Denn die rund 390 Fahrradbügel im Umfeld des Hauptbahnhofes reichen hinten und vorne nicht. "Eine Fahrradstation mit zusätzlichen Serviceangeboten ist nicht nur sinnvoll, sondern zwingend notwendig", sagt Heike König (Grüne). Ihre Fraktion hatte eine Initiative gestartet, das Umfeld des Hauptbahnhofes als verkehrliche Drehscheibe neu zu ordnen und auszubauen.

Die Stadt wird nun Verhandlungen mit der Deutschen Bahn forcieren, eine Fahrradgarage zu schaffen - so steht es auch im jüngst vorgelegten Energie- und Klimaschutzprogramm. Die Einordnung weiterer Fahrradbügel hält die Verwaltung aufgrund des Denkmalschutzes des Bahnhofsgebäudes aber für schwierig. Im Gespräch ist daher, eine Fahrradstation im Bereich der ehemaligen Gleise 1 bis 5 nahe des City-Tunnel-Zugangs zu schaffen.

Radler sind allerdings das kleinste Problem. Wichtiger ist, eine Lösung für den künftigen Fern- und Regionalbusbahnhof zu finden, Einen Workshop, wie von Jens Hermann-Kambach (Linke) zunächst gefordert, wird es aber vorerst nicht geben. Baubürgermeisterin Dorothee Dubrau (parteilos) ist bereits mit der Bahn und verschiedenen Flächeneigentümern im Gespräch, um Optionen an der Ost- und Westseite zu prüfen. Dabei gebe es auch bereits Machbarkeitsstudien. Wie berichtet, hat ein Stuttgarter Investor angeboten, auf der Ostseite ein großes Parkhaus mit zentralem Busbahnhof im Erdgeschoss zu bauen. Die Stadt hat die Fläche, die die Deutsche Bahn AG verkauft hat, derzeit als Parkplatz für Busse und Pkw für zwei Jahre angemietet.

Es gibt aber auch Planstudien wie die vom Umweltbund Ökolöwe, im Bahnhofsinneren die Fläche der ehemaligen Gleise 1 bis 5 zu nutzen. "Wir müssen aber darauf achten, dass allen Busunternehmen die gleichen Konditionen geboten werden, die Deutsche Bahn nicht bevorzugt wird", warnt FDP-Mann René Hobusch.

Die Grünen fordern zudem, Kurzzeitparkplätze für die Nutzer von Mitfahrgelegenheiten zu markieren. Die Verwaltung ist allerdings der Auffassung, dass die offiziellen Stellplätze für Kurzzeitparker zum Bringen und Holen von Reisenden im Umfeld des Bahnhofs ausreichen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 19.04.2014

Orbeck, Mathias

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