Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Lokales Südliches Plagwitz weitgehend saniert – Gebühren für Eigentümer
Leipzig Lokales Südliches Plagwitz weitgehend saniert – Gebühren für Eigentümer
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:26 04.05.2016
Vom Industriestandort zur attraktiven Freizeitstätte: Das Stelzenhaus in Plagwitz Quelle: André Kempner
Anzeige
Leipzig

Nach dem Niedergang in den 1990ern erstrahlt das Industrieviertel Plagwitz inzwischen zu neuer Blüte, nun kommen deshalb auf die Grundbesitzer einige Kosten zu. Wie die Stadtverwaltung am Mittwoch mitteilte, soll die Sanierungssatzung für das Gebiet zwischen Karl-Heine-, Zschocherscher und Naumburger Straße zum 31. Januar 2018 aufgehoben werden. Diejenigen, die Grundstücke im Quartier besitzen, müssen nun Ausgleichsbeiträge dafür bezahlen, dass ihr Land durch Investitionen der öffentlichen Hand an Wert gewonnen hat.

Betroffen davon sind nach Auskunft der Stadt alle Eigentümer, die zum Aufhebungszeitpunkt im Grundbuch stehen. Die Höhe der zu entrichten Zahlungen richte sich nach dem von Gutachtern ermittelten Wertzuwachs der Grundstücke zum 31.12.2015. Der könne je nach Lage zwischen zwei Euro pro Quadratmeter für Gewerbegrundstücke und bis zu 21 Euro für Wohngrundstücke direkt am Karl-Heine-Kanal betragen, so ein Sprecher.

Das Sanierungsgebiet Plagwitz: im grau unterlegten Gebiet wird die Sanierungssatzung nun aufgehoben Quelle: Stadt Leipzig

Hintergrund des Beschlusses sei, dass die Erneuerungsziele im genannten südlichen Bereich des Sanierungsbiets Leipzig-Plagwitz weitgehend erreicht seien, teilte ein Sprecher der Stadt mit. „Dank massivem Fördermitteleinsatz seit Beginn der städtebaulichen Sanierungsmaßnahmen in den 1990er Jahren hat sich das Quartier mit seiner einzigartigen ehemaligen Industriearchitektur zu einem attraktiven Wohn- und Lebensraum entwickelt“, hieß es. Herausragende Beispiele dafür seien etwa die Zentrale der Konsum-Genossenschaft oder das Stelzenhaus in der Industriestraße. Der sanierte Karl-Heine-Kanal oder der auf einem ehemaligen Verladebahnhof angelegte Stadtteilpark Plagwitz werteten das Gebiet deutlich auf. „Fast 90 Prozent der Gebäude sind saniert beziehungsweise neu gebaut worden, die Bevölkerung wuchs seit 1995 um rund 40 Prozent, im gesamten Sanierungsgebiet Plagwitz sogar um 50 Prozent“, so der Sprecher.

Grundstückseigentümer müssen nun jeweils die Differenz zwischen dem, was ihr Grund vor der Sanierung wert war und dem, was er inzwischen wert ist, begleichen. Wer die fälligen Summen schon zum 31. Januar 2017 entrichtet, bekomme einen Rabatt von 20 Prozent, hieß es. Die Einnahmen sollen in weitere Vorhaben im verbleibenden Sanierungsgebiet fließen, darunter in die Erneuerung von Dach und Fenstern des Felsenkellers, zur Anlage des sogenannten Westentaschenparks an der Ecke Hähnel-/Aurelienstraße, zur Neugestaltung der Rad- und Fußwegeverbindung zwischen Aurelienstraße und Karl-Heine-Straße am Kanal, zur Umgestaltung der Birkenstraße sowie zur Sanierung der Aurelienstraße am Jahrtausendfeld zwischen Kanal und Gießerstraße.

chg

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

In Leipzig fehlen weiterhin Privatquartiere für die Gäste des 100. Deutschen Katholikentags vom 25. bis 29. Mai. Die Organisatoren greifen jetzt zu unkonventionellen Lösungen: Rund 300 Dauer-Teilnehmer werden in einer Flüchtlingsunterkunft im Stadtteil Schönefeld beherbergt.

Der Leipziger Verlag für die Frau war ein Großbetrieb und der einzige Mode- und Ratgeberverlag der DDR. Heute ist nur eine kleine Buchproduktion übrig geblieben. Mit einer Ausstellung feiert der Verlag sein 70-jähriges Bestehen.

04.05.2016

Für die Gohliser Versöhnungskirche endete jetzt ein 20-jähriger großer Sanierungs- und Restaurierungsakt. Die Freude bei allen Beteiligten ist entsprechend groß. Für den 5. Mai laden Kirchenvorstand und Förderverein ein, das bisher Geschaffte zu feiern.

06.05.2016
Anzeige