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Lokales Südmeile Leipzig: Sperrung für Karl-Liebknecht-Straße dauert länger
Leipzig Lokales Südmeile Leipzig: Sperrung für Karl-Liebknecht-Straße dauert länger
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19:51 10.03.2016
Baustart Ende Februar an der Havariestelle Kurt-Eisner- und Karl-Liebknecht-Straße. Nur die Straßenbahn kann ab 12. März auf der Karli wieder fahren.  Quelle: André Kempner
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Leipzig

In der Karl-Liebknecht-Straße gibt es erneut eine böse Überraschung:  An der Kreuzung zur Kurt-Eisner-Straße bleiben die Fahrbahnen der Karli weiter gesperrt. Ursprünglich sollten sie am Sonnabend wieder komplett für den Verkehr freigegeben werden. Die Fahrbahnen der Kurt-Eisner-Straße und die Gleise der Straßenbahnlinien 10 und 11 werden aber wie avisiert am Samstag freigegeben. „Mit Betriebsbeginn am Sonnabend, 4 Uhr früh, fahren unsere Straßenbahnen wieder“, sagte LVB-Sprecher Marc Backhaus am Donnerstag. Die Fahrbahnen der Karl-Liebknecht-Straße würden im Kreuzungsbereich aber voraussichtlich noch bis Karfreitag gesperrt bleiben. „Nur das Rechtsabbiegen ist dort weiterhin möglich“, so der Sprecher.

Ursprünglich sollte unter der stark befahrenen Kreuzung nur ein Leck an einer Trinkwasserleitung abgedichtet werden. Doch dann entschieden sich die Wasserwerke, die marode Leitung aus dem Jahr 1900 im Kreuzungsbereich gleich ganz auszuwechseln und außerdem auch noch die Schienenstränge zu sanieren, die dort verlaufen.

Neue Fernwärmeleitungen

Wie am Donnerstag bekannt wurde, hat die Sperrung des neuralgischen Punktes anschließend auch noch die Bergehrlichkeiten der Stadtwerke-Tochterfirma Netz Leipzig geweckt, die dort bereits seit Langem eine Fernwärmeleitung verlegen wollte: Sie nutzte die Schachtarbeiten und die Sperrpause, um eine Fernwärmetrasse über die Kreuzung zu verlängern, die bislang nur östlich der Karli unter der Kurt-Eisner-Straße verlief. „Wir haben unter der Kreuzung ein Fernwärmeschutzrohr verlegt, in das wir eine Fernwärmeleitung einziehen werden“, kündigte André Berthold von Netz Leipzig am Donnerstag an. Weil diese neue Wärmeleitung erst noch links und rechts der Kreuzung angebunden werden muss, könnten die Autofahrer jetzt nicht wie geplant ab Sonnabend die Fahrspuren der Karli nutzen.

„Wir hatten schon lange vor, die Leitung über die Kreuzung zu führen, um die Gebiete der westlichen Südvorstadt an die Fernwärmeversorgung anzuschließen“, berichtete Berthold. Aber man sei immer wieder vor der dafür notwendigen sechswöchigen Sperrung der wichtigen Kreuzung zurückgeschreckt. „Jetzt erreichen wir das mit einer Bauverlängerung von nur zwei Wochen.“ Die ursprünglich kalkulierten Baukosten von mehreren hunderttausend Euro seien auf unter hunderttausend Euro geschrumpft.

Die neue Fernwärmetrasse ist so dimensioniert, dass rund 70 Mehrfamilienhäuser angeschlossen werden können. Mit ihr will das Unternehmen das Gebiet westlich der Karli zwischen Körner- und Richard-Lehmann-Straße bis zur August-Bebel-Straße versorgen. „Wir haben bereits die ersten Interessenten und sprechen jetzt verstärkt weitere an“, so Berthold. Geplant sei, die neue Fernwärmetrasse sukzessive in die westliche Südvorstadt zu verlegen – je nachdem, wie der Bedarf sich entwickelt.

Von Andreas Tappert

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