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Lokales Tag der offenen Tür am Bundesverwaltungsgericht
Leipzig Lokales Tag der offenen Tür am Bundesverwaltungsgericht
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Andrang herrschte beim Tag der offenen Tür im Bundesverwaltungsgericht. Quelle: André Kempner
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Sechs Stunden lang konnte jedermann einen Blick in die Büros, die Bibliothek und die Gerichtssäle am Simsonplatz werfen.

 In einem der gut gefüllten Säle erklärten zwei Richter beispielsweise, für welche Fragen das Bundesverwaltungsgericht zuständig ist - und deklinierten gleich einmal von A bis Z durch, welche Rechtsbereiche in Leipzig verhandelt werden. Dabei erfuhren die Zuhörer beispielsweise, dass in Leipzig über die Vertiefung von Elbe und Weser genauso entschieden wird, wie etwa über die Strom-trassen durch Süddeutschland.

 An anderer Stelle hatten Kinder und Jugendliche die Möglichkeit, selbst eine Gerichtsverhandlung nachzuspielen. Besonders Wissbegierige konnten am Familienquiz des Gerichts teilnehmen. Darüber hinaus informierten Filme und das Gerichtsmuseum über die Geschichte des Gebäudes und der Verwaltungsgerichte.

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Am Samstag öffnete das Bundesverwaltungsgericht seinen Türen für die Öffentlichkeit. Zahlreiche Besucher ließen sich durch die altehrwürdigen Räume führen und die Arbeit der Juristen erklären.

 An vielen Stationen des Rundgangs standen Mitarbeiter des Gerichtes bereit, um auf diejenigen Fragen einzugehen, die die Schautafeln und die ausgelegten Info-Zettel nicht beantworten konnten. Auch Gerichtspräsident Klaus Rennert stand in seinem Büro, dem früheren Kaminzimmer, Rede und Antwort. Geduldig erklärte er den Besuchern, wie man eigentlich Präsident des Bundesverwaltungsgerichts wird, warum in seinem Büro gleich zwei Konferenztische stehen oder wo er eigentlich studiert hatte, bevor er nach Leipzig kam. Auch die Frage nach der Funktionstüchtigkeit des stattlichen Kamins in seinem Büro konnte er beantworten. "Er würde wohl funktionieren, sagte man mir. Aber benutzen dürfen wir ihn nicht, wegen des Denkmalschutzes." Rotweinabende vor dem Kamin gibt es also keine in Rennerts Büro. "Das Höchste ist mal ein Glas Sekt, wenn jemand befördert wurde. Ansonsten fließt hier in Strömen der Kaffee."

 Sich der Bevölkerung zu öffnen, und zu zeigen, was hinter den Türen passiert, das sei ein wichtiges Element der Demokratie, erklärte der Gerichtspräsident. "Wir möchten der Leipziger Bevölkerung nicht nur das Gebäude, sondern auch das Gericht als Institution vorstellen." Zusätzlich sei das Programm auch ein Beitrag zur Tausendjahrfeier der Stadt.

 Justiz zum Anfassen - dieses Konzept kam bei den Besuchern an. Manch einer staunte noch beim Verlassen des Präsidentenbüros, dass sich Rennert persönlich Zeit für die Besucher genommen hatte. Andere waren vor allem von der Architektur des Gebäudes beeindruckt. "Ich bin das erste Mal seit der Renovierung im Gebäude", erzählte Dagmar Richter. "Die Architektur, die Fresken - das ist einfach überwältigend schön geworden."

 Die bauliche Seite wird in diesem Jahr noch einmal eine Rolle spielen, kündigte Klaus Rennert schon einmal an. "In diesem Jahr wird es dazu im Oktober ein Symposium geben - dann wird nämlich das Gebäude 120 Jahre alt."

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Stefan Lehmann

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