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Lokales Tarostraße: Falschparker blockieren Deutsch-Französischen Bildungscampus
Leipzig Lokales Tarostraße: Falschparker blockieren Deutsch-Französischen Bildungscampus
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Der Deutsch-Französische Bildungscampus in der Tarostraße (Archivbild) Quelle: André Kempner
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Leipzig

Theoretisch herrscht werktags auf dem Parkplatz vor dem Deutsch-Französischen Bildungscampus in der Tarostraße 4-6 absolutes Parkverbot. Praktisch wird dieses aber schon seit Einzug der Pablo-Neruda-Grundschule und des Reclam-Gymnasiums in die neuen Gebäude vor zwei Jahren nicht eingehalten.

Das berichten Eltern, Anwohner und die Leitung der Pablo-Neruda-Schule. Das Parkverbot dient der Freihaltung von maximal 20 Plätzen, die auch nicht durch Markierungen als Parklücken ausgewiesen sind. So haben Eltern die Möglichkeit, ihre Kinder direkt vor der Schule aussteigen zu lassen. Von der kurzen Zeit, die für die Verabschiedung bleibt, kommt die Bezeichnung des Parkverbot-Bereichs als "Kiss-and-go-Zone". Allerdings nutzten einige Autofahrer die Zone vielmehr zum Parken, da sie "offenbar zu faul sind, eine Einmündung weiter auf den öffentlichen Rewe-Parkplatz zu fahren, nur weil dieser ausschließlich von der Tarostraße befahrbar ist", berichtet Lothar Wolfram Teufel, ein Anwohner in der Straße des 18. Oktobers, aufgebracht.

 Durch die Falschparker müssten Eltern, die ihre Kinder zur Schule fahren, kurzzeitig in der Zufahrt halten oder sogar den Fußweg nutzen, beschreibt der 52-jährige seine Beobachtungen weiter. "Dies kann ja auch nicht Sinn der Sache sein, zumal dort Schüler unterwegs sind! Gerade mit den Schulanfängern ist das gefährlich." Besonders Schüler der Grundschule und deren Eltern seien durch das Nicht-Einhalten des Parkverbots eingeschränkt, ärgert sich auch der Konrektor der Pablo-Neruda-Schule, Christian Felgner. Doch obwohl die Einrichtung bereits mehrere Male das Ordnungsamt auf diese "nicht optimalen" Zustände hingewiesen habe, sei nie durchgegriffen und die Verkehrssünder zur Rechenschaft gezogen worden, sagt er.

 Ordnungsamtschef Helmut Loris erklärt jedoch, dass sich die Situation während des Bringens und Holens der Kinder am deutsch-französischen Bildungscampus nicht wesentlich von anderen Grundschul-Standorten unterscheide. "Im Gegenteil, anderenorts sind die Sicherheitsdefizite eher gegeben. Davon abgesehen ist nicht bekannt, dass in der Tarostraße eine Kiss-and-go-Zone eingerichtet wurde", gibt er zu bedenken.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 05.09.2015
Louisa Esther Glatthaar

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