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Tausende Besucher bei der zweiten Langen Nacht der Wissenschaften

Tausende Besucher bei der zweiten Langen Nacht der Wissenschaften

Leipzig. Tausende Leipziger gingen am Freitagabend mit Pythagoras und Planck auf spannende Entdeckungstour. Zur zweiten Langen Nacht der Wissenschaften hatten nahezu alle Leipziger Wissenschaftseinrichtungen ihre Türen geöffnet und Orte zugänglich gemacht, die sonst für die Öffentlichkeit verborgen bleiben.

Zum Erkunden und Mitmachen hatten Wissenschaftler in ihre Labore, Institute und Hörsäle eingeladen. Neben einem Rundgang durch die Innenstadt wurden vier Touren angeboten, die verschiedene Einrichtungen miteinander verbanden. Diese führten etwa zur Alten Messe, zum Konfuzius-Institut, wo Schnupperstunden in Chinesisch und Qigong angeboten wurden und zu den verschiedenen Einrichtungen der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK). Hier konnten Besucher bei Roboter-Wettkämpfen zusehen und Blitz-Experimente im Hochspannungslabor beobachten.

Bei den zahlreichen Veranstaltungen stand das Thema Energie im Mittelpunkt. Für die Besucher gab es Lesungen, (Vor-)Führungen, Experimente, Filme, interaktive Exponate und Ausstellungen. Außerdem konnten sie von den Wissenschaftlern erfahren, was in Leipzig erforscht, erfunden und entwickelt wird. Allein die Universität beteiligte sich mit 23 Institutionen.

Als Bürgermeister Andreas Müller (SPD) und Uni-Rektor Franz Häuser um 17 Uhr auf dem Campus am Augustusplatz die lange Nacht der Wissenschaften einläuteten, wurden im Paulinum nebenan noch letzte Vorbereitungen für die in dem entstehenden Kirche-Aula-Bau stattfindende Lichtshow getroffen. "Das ist ein gemeinsames Fest der Wissenschaftsfamilie und der Stadtgesellschaft", freute sich Müller und Häuser zeigte sich neugierig, was ihn im Paulinum erwarte. "Die lange Nacht" so Häuser, "wird viel zu kurz sein, um alles zu zeigen, was an Projekten läuft."

Gespannt "wie ein Flitzebogen" war ebenso Peter Weichel, der an der Goethestraße als einer der ersten in die bereitgestellten Shuttlebusse stieg, um die Stationen der Route 1 - eine von vier Touren durch die Forschungslandschaft - abzuarbeiten. "Ich lege einen Boxenstopp bei der HTWK-Medienfakultät ein, inspiziere dann im Wissenschaftspark in der Permoserstraße den Wolkenturm des Troposphären-Institutes und gehe ins Science-Kino am Umweltforschungszentrum", so der 25-jährige.

Am UFZ erwartete die Nachtschwärmer ein dickes Programmpaket inklusive des von der LVZ unterstützten Sprayer-Wettbewerbes "Graffiti trifft Wissenschaft". Karin Brahmann, die mit ihrem Enkel gekommen war, machte den Fachleuten ein großes Kompliment: "Was hier auf die Beine gestellt wurde, um uns die vielen Facetten ihrer Forschung nahe zu bringen, ist einfach toll", schwärmte sie.

In den Räumlichkeiten der Elektrotechniker und Informatiker der HTWK führte unter anderem der Student Andreas Schimmel seinen Roboter beim Einsammeln von Bällen und Zylindern vor und beantwortete die Fragen der interessierten Besucher. Nur ein paar Türen weiter zuckten im Hochspannungsversuchsraum Blitze auf.

Cheforganisator Ulrich Brieler freute sich über das rege Interesse der Besucher und ist überzeugt, dass bei der nächsten Langen Nach der Wissenschaften im Jahr 2012 auch die beiden Kunsthochschulen mit von der Partie sein werden: „Ich bin da zuversichtlich.“

Anfangs- und Endpunkt der Nacht waren die Auftritte des Theaters Titanick um 18 und 23.30 Uhr auf dem Gelände der Alten Messe sein. Mit der „Sinfonie mit drei Hochöfen“ feierte das Theater an diesem Abend gleichzeitig seinen 20. Geburtstag.

Die Aftershowparty stieg ab 23 Uhr im Russischen Pavillon auf der Alten Messe. Dort sorgten „Manamana" und „Gregor" nach Pythagoras und Planck für einen musikalischen Ausklang des Abends. House und Elektro standen auf dem Plan.

Ines Christ/Nora Ernst/Mario Beck

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