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Team von Leipziger Institut wirft den Turbo an

Team von Leipziger Institut wirft den Turbo an

Es war das verflixte siebte Jahr und die Startnummer 13 verhieß auch nichts Gutes: Doch die Mannschaft des Leipziger Institutes für Raumfahrtbildung (Isei) hat sich beim Moonbuggy-Rennen der Nasa im US-amerikanischen Huntsville von diesen vermeintlich schlechten Vorzeichen nicht beirren lassen.

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Erfolgsduo in voller Fahrt: Jewgeni Zakutin und Nadin Rößler vom Leipziger Raumfahrt-Bildungsinstitut beim Moonbuggy-Rennen in Huntsville.

Quelle: Ralf Heckel

"Wir sind nicht abergläubig, haben voll auf unsere Technik, den Teamgeist und die Beinkraft vertraut - und ein super Ergebnis eingefahren", mailte gestern Isei-Chef Ralf Heckel an die LVZ. Seit 2007 gehen die Institutsjünger - Schüler und Studenten - bei dem legendären Rennen über Stock und Stein mit ihren innovativen vierrädrigen Tretmobilen an den Start und räumten schon diverse Preise für das Design und die Ausstattung ihrer Fahrzeuge ab. Allerdings blieb ihnen, was die Rennzeit anbelangt, bisher ein Platz auf dem Treppchen versagt.

"Nun ist der Bann gebrochen", so Heckel, "in den zwei Läufen der sogenannten College Division, die am letzten Wochenende ausgetragen wurden, zündeten Pilot Jewgeni Zakutin und Nadin Rößler auf dem Rücksitz den Turbo und erreichten die zweitbeste Zeit unter den rund 100 teilnehmenden Teams aus aller Welt." Den mit Hindernissen gespickten rund 1,5 Kilometer langen "Mond-Parcours" brachte das gemischte Doppel mit der Startnummer 13 jeweils in zirka vier Minuten und 20 Sekunden hinter sich und kassierte keine Strafzeit wegen Fahrfehlern. Wie berichtet, hatten die Isei-Tüftler im Vorfeld des Wettkampfes ihre Hightech-Gefährte weiter optimiert, beispielsweise das Differenzialgetriebe durch den Einbau von Kunststoff-Komponenten leichter gemacht.

"Wir haben gestrampelt, was das Zeug hält, sind bei manchen Hindernissen abgehoben, konnten durchweg das Tempo sehr hoch halten", meinte Nadin Rößler zum Rennverlauf. Lohn für die Spitzenleistung: Zur Zeremonie gab es vom Direktor des Marshall Spaceflight Centers, Patrick Scheuermann, nicht nur die Silbermedaille für das Duo, sondern auch eine Trophäe mit einer kleinen US-Flagge, die bei der letzten Reise eines Space-Shuttles mit an Bord war. Beim zweiten Isei-Team, das in der Highschool-Kategorie über die Piste kurvte, lief es nicht ganz so rund.

Nachdem die Strecke im ersten Durchgang noch rasant genommen werden konnte, folgte im zweiten der technische K.o.: "Kleine Ursache, fatale Wirkung", berichtete Heckel. Demnach hatte sich zunächst eine Schraube von einer der Sitzlehnen gelockert, wenig später zerlegte sich das Moonbuggy dann in zwei Teile. Trotz der Havarie reichte es letztlich noch zu Rang acht im großen Starterfeld der unter 19-Jährigen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 30.04.2013

Beck, Mario

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