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Lokales Technikcheck und Großputz: Ab Mittwoch rollt auch im Leipziger City-Tunnel kein Zug mehr
Leipzig Lokales Technikcheck und Großputz: Ab Mittwoch rollt auch im Leipziger City-Tunnel kein Zug mehr
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16:27 22.09.2014
Hier fährt ab Mittwoch kein Zug mehr: Auch der Leipziger City-Tunnel ist von der 96-stündigen Vollsperrung des Hauptbahnhofs betroffen. Quelle: André Kempner
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Leipzig

Weil die S-Bahnen nicht durch die unterirdische Röhre rollen können, nutzt die Bahn die Zeit für einen Großputz, Wartungsarbeiten und einen umfassenden Technikcheck.

Bahnsteige, Treppen, Gleise und Tunnelwände: Dutzende Reinigungskräfte übernehmen ab Mittwoch das Kommando in den beiden 5,3 Kilometer langen Röhren unterhalb der Messestadt. Sie befreien die gesamte S-Bahnstrecke vom Schmutz, der sich seit der Eröffnung im vergangenen Dezember angesammelt hat. Nach Angaben der Bahn sollen auch zahlreiche Lampen in den Stationen ausgetauscht werden, die durch den 24-Stunden-Betrieb an der Grenze ihrer Lebensdauer sind.

Sorgenkind Brandschutztechnik

„In der Zeit der Sperrung können wir Arbeiten durchführen, die sonst im normalen Betrieb nicht möglich sind“, sagt Frank Kniestedt, Bahnsprecher für den Bereich Großprojekte Südost. So gehört nach Informationen von LVZ-Online auch eine Wartung der sogenannten Befahranlagen – Hubbühnen zur Reinigung und Inspektion der Technik – zu den Vorhaben während der Sperrung. Insgesamt sechs davon gibt es im gesamten Tunnel.

Einem umfassenden Check wird auch die Brandschutztechnik unterzogen. Diese hatte in den vergangenen Monaten immer wieder Probleme gemacht. Defekte Rauch- und Feuermelder lösten zahlreiche Fehlalarme aus. Aufgrund der vorgesehenen Notfallpläne wurde jeweils der Tunnel komplett gesperrt und der Zugverkehr gestoppt. Alle Stationen mussten evakuiert werden.

Das Problem sei inzwischen identifiziert, erklärt Bernd Irrgang, Projektmanager beim Zweckverband für den Nahverkehr Leipzig (ZVNL), auf Anfrage von LVZ-Online. „Es gab ein fehlerhaftes Bauteil. Dieses wurde ausgetauscht“, so Irrgang. Während der 96-stündigen Sperrung sollen nun offenbar Testläufe und Nachjustierungen vorgenommen werden, um Fehlalarme künftig zu vermeiden. Für den Ernstfall wird trotzdem geprobt: Die Feuerwehr nutzt die Sperrzeit für Übungen im Tunnel.

Busse statt S-Bahnen: „Es wird eng werden“

Durch die Tunnelsperrung kommt es für die täglich geschätzt rund 50.000 Fahrgäste des mitteldeutschen S-Bahn-Netzes zu erheblichen Behinderungen. „Für so eine lange Zeit ist es schon eine extreme Einschränkung“, meint der für das Netz zuständige Projektmanager Irrgang. Die Bahn habe mit dem umfangreichem Schienenersatzverkehr und einem Sonderfahrplan jedoch alle Vorkehrungen getroffen, um die Kunden ans Ziel zu bringen.

Vor allem im Berufsverkehr am Donnerstag und Freitag dürften die Auswirkungen trotzdem deutlich spürbar sein. „Es wird eng werden“, erwartet Irrgang und bittet Kunden darum, aufgrund der verringerten Platzkapazitäten auf eine Fahrradmitnahme in den Bussen zu verzichten. Bei Problemen ist der ZVNL über jeden Hinweis dankbar. „Damit wir es beim nächsten Mal besser machen können“, betont Irrgang. Denn nach der Sperrung ist vor der Sperrung: Im September nächsten Jahres droht bereits der nächste mehrtägige Stillstand.

Robert Nößler

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