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Techno gegen Gebühren: Hunderte Menschen protestieren in Leipzig gegen GEMA-Reform

Techno gegen Gebühren: Hunderte Menschen protestieren in Leipzig gegen GEMA-Reform

Leipzig. Bei einer deutschlandweiten Protestaktion haben am Donnerstag in Leipzig mehrere hundert Menschen gegen die geplante Erhöhung der GEMA-Gebühren demonstriert.

Rund 600 Teilnehmer zogen laut Polizei am frühen Abend mit Transparenten vom Connewitzer Kreuz in die Innenstadt. Im Zentrum ihrer Kritik stand die geplante Reform der Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (GEMA).

Auch die Leipziger Grünen beteiligten sich an dem Protest. „Wir wollen darauf hinweisen, dass es auch in Leipzig einige Clubs gibt, insbesondere mit elektronischer Musik, die durch die GEMA-Erhöhung große Problem bekommen werden“, sagte Demo-Veranstalter und Grünen-Sprecher Jürgen Kasek gegenüber LVZ-Online.

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Leipzig. Bei einer deutschlandweiten Protestaktion haben am Donnerstag in Leipzig mehrere hundert Menschen gegen die geplante Erhöhung der GEMA-Gebühren demonstriert. Rund 600 Teilnehmer zogen laut Polizei am frühen Abend mit Transparenten und lauter Musik vom Connewitzer Kreuz in die Innenstadt. Viele Clubs fürchten aufgrund des neuen Tarifmodells der GEMA um ihre Existenz.

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Unter den dröhnenden Klängen elektronischer Musik zogen die Demonstranten gegen 18 Uhr von Connewitz über die Karl-Liebknecht-Straße zum Markt, wo gegen 20 Uhr die Abschlusskundgebung stattfand. Die Polizei sprach von einem „ruhigen“ Ablauf der Demonstration. Der Marsch, mit dem sich die Demonstranten mit der Leipziger Club-Szene solidarisierten, stand unter dem Titel „GEMAinheiten stoppen!“

Clubs fürchten um ihre Existenz

Auch in zehn weiteren deutschen Städten – darunter Berlin, Stuttgart, Dortmund und München – warben Betroffene am Donnerstag für ihr Anliegen. In Dresden beteiligten sich etwa 250 Menschen an den Protesten.

Viele Clubs fürchten aufgrund des neuen Tarifmodells um ihre Existenz, so beispielsweise die Leipzig Distillery, der Staubsauger und der Sweat-Club. Nach den Plänen der GEMA sollen die bisher unübersichtlichen Lizenzgebühren für Veranstalter und Clubbesitzer künftig vereinheitlicht werden. Ab April soll die Abgabe anhand der Grundfläche des Veranstaltungsraumes und des geforderten Eintrittspreises berechnet werden.

Vor allem regelmäßige Musikanbieter, wie Clubs und Konzerthallen, müssten nach Angaben des Hotel- und Gaststättenverbands (DEHOGA) deutlich mehr Geld an die GEMA abführen als bisher. Schätzungen sagen einen Anstieg von bis zu 2000 Prozent voraus.

GEMA zeigt sich verhandlungsbereit

In Berlin waren am Nachmittag hunderte Menschen wegen der GEMA-Reform auf die Straße gegangen. Der Direktor des GEMA-Bezirks Berlin, Martin Schweda, zeigte sich verhandlungsbereit: „Das Letzte, was wir wollen, ist, dass ein Club wegen der Reform schließen muss.“

Um die Sorgen der Clubbetreiber berücksichtigen zu können, müssten diese aber an den Verhandlungstisch zurückkehren. Bislang hat erst ein großer Verband, der Bund Deutscher Karneval (BDK), die neuen Tarife akzeptiert und einen Vertrag mit dem Treuhänder abgeschlossen.

nöß/mpu/dpa

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