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Lokales Teich im Clara-Zetkin-Park Leipzig: Angler sammeln 50 Kilo toter Tiere ein
Leipzig Lokales Teich im Clara-Zetkin-Park Leipzig: Angler sammeln 50 Kilo toter Tiere ein
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21:50 31.08.2011
Fischsterben im Teich des Clara-Zetkin-Parks. Die Tiere sind vermutlich wegen Sauerstoffmangels verendet. Quelle: Dirk Knofe
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Leipzig

Dabei hatte der Anglerverband Leipzig dort schon am Morgen 50 Kilo toter Tiere beseitigt. Als Ursache für das Fischsterben gehen die Angler von Sauerstoffmangel aus und vermuten auch: Das Problem wird sich in den nächsten Wochen verschärfen.

Leipzig. Kein schöner Anblick, der sich Spaziergängern am Dienstag im Clara-Zetkin-Park bietet: Am beliebten Teich nahe der Max-Reger- und Anton-Bruckner-Allee treiben tote Fische auf einer grünen Brühe. Dabei hatte der Anglerverband Leipzig dort schon am Morgen 50 Kilo toter Tiere beseitigt. Als Ursache für das Fischsterben gehen die Angler von Sauerstoffmangel aus und vermuten auch: Das Problem wird sich in den nächsten Wochen verschärfen.

Für Friedrich Richter, Geschäftsführer des Anglerverbands Leipzig, ist das Problem nicht neu. Alle Jahre, wenn das Algensterben in den Leipziger Teichen beginnt, sinkt der Sauerstoffgehalt dramatisch. Für die Fische im aktuell betroffenen Gewässer im Clara-Park ist das das Todesurteil. Die Witterung der letzten Wochen hat das Algensterben und die Sauerstoffzehrung begünstigt: "Erst die hohen Temperaturen, dann die schnelle Abkühlung - das ist das Ergebnis", sagte Richter auf Anfrage von LVZ-Online.

Die Stadtverwaltung sieht das Problem im verstärkten Auftreten von Blaualgen. In der Nacht produzierten die Pflanzen keinen Sauerstoff durch Fotosynthese, erklärte Rudolf Pohl, Referent im Umweltdezernat, am Mittwoch. Dann sei ein sehr geringer Sauerstoffanteil im Wasser keine Seltenheit, wenn sich diese Algenart massenhaft ausbreite.

Das Wachstum der Pflanzen, aber auch die Bildung von Faulschlamm und giftiger Gase würden durch Futterreste und den Kot von Wasservögeln begünstigt. Die Tiere sollten demnach nicht mehr gefüttert werden, so Pohl. Ende des vergangenen Jahres war ein entsprechendes Verbot in Kraft getreten. Mittelfristig müsse der Teich entschlammt werden, sagte der Umweltreferent.

Auch in einem Altranstädter Teich habe es bereits tote Tiere gegeben, sagte Richter. Von weiteren betroffenen Gewässern in Leipzig ist den Anglern und der Stadtverwaltung dagegen noch nichts bekannt. "Aber das ist ein typisches Herbst-Problem, in der nächsten Zeit wird es vermutlich weitere Teiche betreffen", prognostizierte Richter.

Der Anglerverband Leipzig ist Pächter vieler der 130 Teiche in der Stadt. Bereits im März musste der Verein tonnenweise tote Fische bergen und in einer Tierkörperbeseitigungsanlage entsorgen lassen. Damals waren die Tiere unter der Winter-Eisdecke verendet.

lyn/maf

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