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Lokales Teilweise Aufhebung der Sanierungssatzung von Leipzig-Plagwitz
Leipzig Lokales Teilweise Aufhebung der Sanierungssatzung von Leipzig-Plagwitz
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13:37 22.02.2018
Blick auf die Zentrale des Unternehmens Konsum in der Industriestraße in Leipzig (Archivbild) Quelle: Christian Modla
Leipzig

Für Gebiete im Süden vom Leipziger Stadtteil Plagwitz soll die Sanierungssatzung aufgehoben werden. Oberbürgermeister Burkhard Jung möchte im April auf Vorschlag von Baubürgermeisterin Dorothee Dubrau die entsprechende Vorlage in den Stadtrat einbringen, so die Stadt am Dienstag.

Solche Sanierungssatzungen sind nach den Regelungen des Baugesetzbuches aufzuheben, wenn die Sanierungsziele weitgehend erreicht sind – dies ist in einem Bereich in Plagwitz der Fall.

Durch den massiven Fördermitteleinsatz seit Beginn der städtebaulichen Sanierungen in den 1990er Jahren konnte der fortlaufende Verfall der gründerzeitlichen Wohnviertel verhindert werden. Wie die Stadt mitteilte, habe sich das ehemals durch ruinöse Industrie- und Wohnquartiere mit hohem Leerstand geprägte Areal zu einem attraktiven und lebendigem Stadtviertel entwickelt. Weite Teile der Industriearchitektur konnten unter denkmalpflegerischen Aspekten erneuert und ausgebaut werden.

So wurde das Wohnumfeld aufgewertet. Für die Grundstückseigentümer bedeutet die Teilaufhebung der Sanierungssatzung die Zahlung von Ausgleichsbeträgen. Deren Höhe richtet sich nach Gutachten zur Erhöhung des Bodenwertes. Die betroffenen Eigentümer wurden bereits informiert. Bei einer freiwilligen Ablösung des Betrags, hat die Stadt 20 Prozent Nachlass auf die Forderungen erlassen. Etwa 80 Prozent haben den vergünstigten Betrag angenommen. Insgesamt sind Ausgleichsbeträge in Höhe von rund einer Million Euro eingenommen worden. Nun wird für die restlichen 20 Prozent der Ausgleichbetrag per Bescheid erhoben.

Die Beträge fließen in weitere verbleibende Sanierungsgebiete in Leipzig. Auch die Fassade des denkmalgeschützten Felsenkellers profitiert von diesen Einnahmen. Auch ist eine Reinvestition in die Gestaltung der Gießerstraße zwischen Karl-Heine- und Endersstraße geplant. Ebenfalls fließt Geld in die  Fuß- und Radwege am Kanal.

LVZ

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