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Lokales Telefonausfall bei der Leipziger Polizei – Notruf-Nummer nach Unwetter nicht mehr erreichbar
Leipzig Lokales Telefonausfall bei der Leipziger Polizei – Notruf-Nummer nach Unwetter nicht mehr erreichbar
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23:28 20.06.2013
Land unter in der Leipziger Südvorstadt: Mehrere Straßen, wie die Brandvorwerkstraße, wurden durch das Unwetter überflutet ( Quelle: Heidi Klepzig).
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Leipzig

Innerhalb von anderthalb Stunden verwandelte der Starkregen die Straßen in Seenlandschaften, entwurzelten Orkanböen etliche Bäume, drang Wasser aus der vollgelaufenen Kanalisation in Hunderte Keller ein. In Teilen war die Stromversorgung unterbrochen. Deutsche Bahn und Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) setzten ihre Fahrpläne außer Kraft.

Das Unwetter hatte auch negative Folgen für die Polizei: Das Führungs- und Lagezentrum in der Dimitroffstraße hatte ab 19.52 Uhr einen Stromausfall. Dank des Notstromaggregats konnten zunächst noch die Notrufe entgegengenommen werden. Nach kurzer Zeit brach auch dieses System jedoch zusammen, die 110 war am Abend nicht mehr erreichbar. Polizeisprecher Uwe Voigt empfahl Bürgern, auch in den Landkreisen Leipzig und Nordsachsen, sich direkt an die zuständigen Reviere zu wenden. Diese seien noch erreichbar.

Die Feuerwehr war indes im Dauerstress, mit allen Einheiten im gesamten Stadtgebiet als Retter in der Not gefragt. Ob vollgelaufene Keller oder umgestürzte Bäume – mit Beginn des Gewitters um 18.40 Uhr wurden 120 Notfälle gemeldet, von denen bis 21 Uhr rund 50 abgearbeitet werden konnten. „Als gegen 21.20 Uhr eine zweite Gewitterfront anrückte, standen noch mehr als 70 Einsätze aus. „Normalerweise registrieren wir bei Gewittern um die 100 Notfälle. Diesmal waren es schon nach kurzer Zeit deutlich mehr", sagte Joachim Petrasch, Sprecher der Leipziger Berufsfeuerwehr.

Besonders viel abzupumpen hatten seine Kameraden im St.-Elisabeth-Krankenhaus in der Biedermannstraße, wo die Notfallaufnahme unter Wasser stand. „Die Betreuung der Patienten war durch den Einsatz aber nicht beeinträchtigt", sagte ein Krankenhaus-Mitarbeiter. Die Klinik musste zu diesem Zeitpunkt durchs hauseigene Notstromaggregat versorgt werden, da die Stromzufuhr unterbrochen war.

In der Südvorstadt, in Connewitz und Markkleeberg, den besonders stark betroffenen Gebieten, wateten Fußgänger durch knöcheltiefes Wasser, blieben Autofahrer in kniehohen Seen stecken.

Sabine Kreuz/Frank Döring/Dominic Welters

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