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Lokales Tempo 50 bleibt: Leipziger Rathaus erteilt Tempolimit auf Karl-Tauchnitz-Straße Absage
Leipzig Lokales Tempo 50 bleibt: Leipziger Rathaus erteilt Tempolimit auf Karl-Tauchnitz-Straße Absage
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Archivbild Quelle: Andreas Döring
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Leipzig

Das geht aus einer Stellungnahme aus dem Dezernat von Baubürgermeisterin Dorothee Dubrau (parteilos) auf eine Petition hervor. Darin forderten Anwohner den Stadtrat auf, die Fahrtgeschwindigkeit in der Karl-Tauchnitz-Straße von derzeit 50 auf 30 Kilometer pro Stunde herabzusetzen. Für Lastkraftwagen soll außerdem ein generelles Durchfahrtsverbot verhängt und Reisebussen die Nutzung der Straße in den Nachstunden untersagt werden.

Eine ähnliche Initiative war bereits 2011 gescheitert. Doch in der Zwischenzeit, so die Antragsteller, hätten die Verkehrsbelastungen zugenommen, unter anderem seit der Fertigstellung der Autobahn A 72. Außerdem würden durch die Sperrung der Harkortstraße für hohe Tonnagen Lastkraftwagen auf die Karl-Tauchnitz-Straße ausweichen.

Dem widerspricht nun die Stadtverwaltung. Vielmehr habe sich das Verkehrskonzept zur Ableitung des Durchgangsverkehrs über den Autobahnring A 38, A 9 und A 14 bestätigt. So seien auf der Bundesstraße B 2 in Markkleeberg weniger Fahrzeuge gezählt worden, die nach Leipzig fuhren und in der Folge tendenziell auch die Karl-Tauchnitz-Straße passieren könnten. "Ein Anstieg des Kfz-Verkehrsaufkommens im Vergleich zu den Zählungen 2011 kann nicht festgestellt werden", heißt es in der Stellungnahme, mit der die Verwaltung dem Stadtrat die Ablehnung der Petition empfiehlt.

Selbst die Baumaßnahmen in der Karl-Liebknecht- und Könneritzstraße hätten keinen zusätzlichen Verkehr bewirkt. Täglich fahren durchschnittlich 17 640 Fahrzeuge über die Karl-Tauchnitz-Straße, 6,1 Prozent davon Lkw. Die Ergebnisse der Verkehrszählungen vom April dieses Jahres entsprächen denen von 2011. Auch in den Spitzenbelastungszeiten am Nachmittag gebe es keine Auffälligkeiten. "Gelegentliche vorfahrtsbedingte kleinere Rückstaus an der Zufahrt zum neuen Kreisverkehr" seien die Ausnahme und lösten sich rasch auf.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 01.09.2015
Klaus Staeubert

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