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Lokales Teuer durch Zuzug: Mieten steigen in Leipzig und Dresden um 20 Prozent
Leipzig Lokales Teuer durch Zuzug: Mieten steigen in Leipzig und Dresden um 20 Prozent
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Günstig war einmal: Die Mieten in Leipzig steigen erneut an Quelle: LVZ
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Leipzig/Dresden

In den gefragten Großstädten im Osten haben die Mietpreise in den letzten fünf Jahren deutlich angezogen. In 17 von 23 ostdeutschen Städten mit mehr als 50.000 Einwohnern sind die Wohnungsmieten seit 2010 stärker gestiegen als die Inflation. Das geht aus einer Erhebung des Immobilienportals Immowelt hervor. Der Mietpreis-Check basiert auf der Auswertung der Nettokaltmieten von 268.600 inserierten Wohnungen

Ergebnis: Besonders in Leipzig und Dresden schnellten die Preise nach oben: Beide Städte verzeichneten einen Anstieg von 20 Prozent. Die Durchschnittskaltmiete liegt in Leipzig damit aktuell bei 5,90 Euro, in Dresden bei 7,10 Euro.

Einwohnerzuwachs von sieben Prozent

Der Grund für den rasanten Anstieg laut dem Portal immowelt: Die beiden sächsischen Boom-Städte verzeichnen eine überdurchschnittlich positive wirtschaftliche Entwicklung und ein kräftiges Plus bei der Bevölkerung. Allein zwischen 2011 und 2014 verbuchte Dresden einen Einwohnerzuwachs von 3,6 Prozent, Leipzig von sogar 6,8 Prozent. Was die Menschen in diese Städte zieht, sind neben der kulturellen Strahlkraft und den Universitäten wirtschaftliche Perspektiven: Arbeits- und Ausbildungsplätze bietet Leipzig etwa im Automobilbau, in der Energie- und Umwelttechnik oder im Logistikbereich. In der sächsischen Landeshauptstadt haben sich zahlreiche Unternehmen aus dem Technologiebereich angesiedelt, auch die Branchen Maschinenbau und Tourismus boomen.

Gar nicht mal so günstig: Wohnen in Leipzig wird immer teurer Quelle: Volkmar Heinz

Für die Wohnungsmärkte bedeuten eine steigende Wirtschaftskraft und die Zuwanderung ein Plus an Kaufkraft und damit weniger Leerstand. Die Folge: Wohnraum wird knapper – und spürbar teurer. Diese Entwicklung zeigt sich auch in andere Städten wie Weimar, Jena und Erfurt. Dort stiegen die Mieten in den letzten fünf Jahren ebenfalls jeweils um 19 Prozent.

Berlin an der Spitze, Plauen am günstigsten

Am teuersten wohnt es sich derzeit aber nicht in Sachsen, sondern in einem anderen Teil des Landes Spitzenreiter unter den Preiserhöhungen ist Berlin. Dort stiegen die Mieten um satte 40 Prozent. 9,10 Euro zahlen die Berliner aktuell durchschnittlich pro Quadratmeter Wohnraum.

Wer günstig wohnen will, zieht am besten nach Plauen. Mit 4,30 Euro pro Quadratmeter und einem Anstieg von gerade mal fünf Prozent müssen die Bewohner der Stadt im Vogtland weit weniger tief ins Portemonnaie greifen als andernorts.

Von Gina Apitz

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