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Lokales Teure Kita im Leipziger Westen als Tor in die Welt
Leipzig Lokales Teure Kita im Leipziger Westen als Tor in die Welt
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23:59 25.06.2014
Leipzig

Etwa 260 Kinder zwischen einem und sechs Jahren werden dort künftig betreut, bevor sie in die Leipzig International School (LIS) wechseln können. 100 Kinder sind bereits aus ihrem bisherigen Domizil in der Könneritzstraße umgezogen, weitere 160 werden in den nächsten Monaten neu aufgenommen.

"Das pädagogische Konzept ist darauf abgestimmt, die Kinder optimal auf den späteren Besuch der Internationalen Schule vorzubereiten", erklärt die Leiterin Laura Willms-Jones. Die US-Amerikanerin führt ein 40 Personen starkes Erzieherteam, das sich aus deutschen Muttersprachlern und Pädagogen aus aller Welt zusammensetzt. Dabei gibt es fünf verschiedene Altersgruppen. Im Krippenalter wird hauptsächlich Deutsch gesprochen, die ersten englischen Wörter durch Besuch von Muttersprachlern aber bereits "eingestreut". "Ziel ist es, feste Grundlagen der deutschen Sprache zu legen, bevor Englisch dazu kommt", betont Christopher Smith, der LIS-Vorstandsvorsitzende. Die Drei- bis Fünfjährigen werden daher pro Gruppe von jeweils einer deutsch- sowie englischsprachigen Erzieherin betreut. Erst in der Vorschulklasse wird dann Englisch kommuniziert wie später auch in der Schule. Willms-Jones: "Wir legen viel Wert darauf, jedes Kind individuell zu betreuen."

Der 5,5 Millionen Euro teure Neubau (davon 2,8 Millionen Euro Fördermittel) mit einer großzügigen Freifläche bietet dafür die besten Voraussetzungen, auch für Sport, motorische Beschäftigungen, selbst individuelle ergotherapeutische Behandlungen. Auch eine Kinderküche gibt es. Das Gebäude ist seit Juni 2013 in Rekordzeit nach Entwürfen des Architektenbüros Behzadi entstanden. Die Betreuung kostet die Eltern übrigens gut 600 Euro monatlich, wobei ein Großteil davon von Personalkosten "verschlungen wird". "Das mag teuer klingen, ist aber deutschlandweit gesehen durchaus preiswert", so Smith.

Der Neubau war notwendig geworden, weil der Ansturm auf die LIS samt Kita ungebrochen hoch ist. Derzeit lernen dort 830 Kinder, künftig sollen es mindestens 1100 sein. Daher wird das Stammhaus in der Könneritzstraße ausgebaut - es entstehen weitere Klassenzimmer, ein Musikzentrum, ein großer Raum für Theater und Konzerte. Die jetzige Aula wird zur Bibliothek mit Medienzentrum umfunktioniert. Bis 2016/17 soll alles fertig sein.

"Wenn Porsche Ingenieure einstellt, kommen die oft nicht aus Deutschland. Da müssen wir flexibel sein, ihren Kindern eine gute Schule bieten", betont Smith. Die LIS wurde 1992 gegründet, um Leipzig beim Wiederaufbau als internationale Großstadt zu unterstützen, die für Fachkräfte aus aller Welt attraktiv ist. Diese wechseln häufig die Ländergrenzen und legen Wert drauf, dass ihre Sprösslinge perfekt Englisch sprechen. Sie können die anerkannte Hochschulreife, das International Baccalaureate, erwerben. Aber auch Leipzigern will die Bildungsstätte "ein Tor in die Welt" bieten. Etwa die Hälfte der Schüler sind Deutsche, darunter finanziell weniger Betuchte, die gefördert werden.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 26.06.2014

Orbeck, Mathias

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