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Lokales Tickets für Oper und Gewandhaus in Leipzig werden teurer
Leipzig Lokales Tickets für Oper und Gewandhaus in Leipzig werden teurer
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18:00 21.01.2016
Ein Gewandhausbesuch in Leipzig wird teurer. Auch die Oper zieht die Preise an. Quelle: André Kempner
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Leipzig

Wer im Opernhaus auf den besten Plätzen sitzen möchte, muss drei bis fünf Euro mehr pro Karte einplanen. Ein Ticket in der teuersten Kategorie kostet ab 1. August je nach Vorstellungskategorie zwischen 40 und 78 Euro. Im mittleren Preissegment werden die Karten zwei bis drei Euro teurer. Keine Veränderungen gibt es in der unteren Preisklasse: Operngenuss in Leipzig ist nach wie vor für zwölf bis 15 Euro zu haben.

In der Musikalischen Komödie steigen die Preise in der teuersten Kategorie um drei bis vier Euro. Das teuerste Ticket kostet dann statt 35 Euro ab kommender Spielzeit 39 Euro, eine Steigerung um 11,5 Prozent. Der einheitliche Grundpreis von zwölf Euro im kleinen Haus wird abgeschafft und variiert wie in der Oper von zwölf bis 15 Euro je nach Vorstellungsart. In dieser Kategorie bedeutet das im schlechtesten Fall eine Mehrausgabe von 25 Prozent.

Neu ist das Prinzip der Last-Minute-Karten: Bei schlecht ausgelasteten Aufführungen kann die Opernleitung entscheiden, Tickets kurzfristig mit einem Abschlag von bis zu 20 Prozent zu verkaufen.

330.000 Euro Mehreinnahmen pro Jahr erhofft sich der Eigenbetrieb unter der Leitung von Intendant Ulf Schirmer vom neuen Preisgefüge. Das kann aber nur gelingen, wenn die Oper gleichzeitig mehr Besucher anlockt. Der günstige Grundtarif, eine starke Differenzierung nach Vorstellungskategorien und Plätzen sowie Ermäßigungen für Familien, Kinder, Azubis und Studenten sollen dabei helfen. Trotzdem hält die Oper in dem Papier für die Stadträte fest: „Es ist nicht möglich, Preise durchzusetzen, die die Aufwandssteigerungen kompensieren.“ Pro Sitzplatz sei weiter eine kommunale Förderung von rund 195 Euro nötig.

Premium-Platz im Gewandhaus für 69 Euro

Auch Konzertgänger müssen bald mehr Geld für den Gewandhaus-Besuch ausgeben. So steigen die Ticketpreise ab 1. August im Großen Concert um einen und bis zu vier Euro. Die Premium-Karte im Gewandhaus kostet dann 69 statt 65 Euro. Zum Vergleich: Ein Top-Platz bei den Berliner Philharmonikern kostet 91 Euro, in Dresden müssen Klassikfans 32 Euro ausgeben. Damit liegt Leipzig im Mittelfeld. Das Gewandhaus bietet außerdem weiterhin als günstigste Variante eine Fünf-Euro-Karte an. Das Konzerthaus plant nach der Preisänderung mit höheren Einnahmen von rund 220.000 Euro. Damit sinke der kommunale Förderanteil pro Platz von 68,20 Euro auf 67,34 Euro.

Museumsnacht lädt mehr Jugendliche ein

Die erste Kultur-Preiserhöhung trifft die Besucher der Museumsnacht in Halle und Leipzig am 23. April. Die Städte heben den Eintrittspreis nach sieben Jahren von acht auf zehn Euro pro Vollzahler an. Gleichzeitig haben Jugendliche ab 2016 nicht nur bis einschließlich 16, sondern bis zum vollendeten 19. Lebensjahr freien Eintritt.

Mit dem Ticket können die Gäste nicht nur zwischen Programm in mehr als 80 Museen wählen, sondern auch den Nahverkehr an dem Abend nutzen. Gerade die Leistung des Mitteldeutschen Verkehrsverbands sei aber in den letzten Jahren teurer geworden, so die Verwaltung. Mehr Geld will die Stadt auch für Werbung ausgeben. Der Grund: 2015 wurden weniger Eintrittskarten verkauft. In diesem Jahr wollen die Veranstalter wieder die 16.000-Ticket-Marke knacken.

Infos zur Museumsnacht 2016

Von Evelyn ter Vehn

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