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Lokales Tierschützer-Protest vor der Leipziger Pferde-Rennbahn im Scheibenholz
Leipzig Lokales Tierschützer-Protest vor der Leipziger Pferde-Rennbahn im Scheibenholz
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16:46 01.06.2014
Tierschützer an der Rennbahn Scheibenholz. Quelle: André Kempner
Leipzig

„Viele Besucher glauben, die Pferde würden auf der Rennbahn ihren natürlichen Drang zum Galoppieren ausleben", sagte Daniela Atanassow vom Bündnis Leipziger Tierrechtler.

„In der Freiheit sprinten sie nur, wenn sie auf der Flucht sind. Ansonsten traben sie." Auch die für den Hochleistungssport trainierten Rennpferde hätten kein beneidenswertes Schicksal. „Sie dürfen nicht mit anderen Pferden auf der Weise spielen, weil sie sich dabei verletzen könnten", so Atanassow. 24 Stunden vor einem Rennen würden sie in Boxen gepfercht, um sie unter Anspannung zu setzen und so Höchstleistungen beim Rennen zu erreichen. „Und wer beim Pferderennen keine Leistung mehr bringt, bekommt auch kein Rentner-Dasein auf der Weide spendiert. Er landet beim Schlachter, um seinem Besitzer ein letztes Mal Geld einzubringen."

Hinter der Aktion im Scheibenholz standen auch die Tierschutz-Organisationen Ariwa und Die Tierbefreier. „Wir sind rund 50 Aktive, die mindestens alle zwei Wochen Aktionen durchführen", so Atanassow. Protestiert werde gegen jede Art von Tiernutzung – gegen die Tierhaltung in Zoos, im Zirkus und die Tierverwertung zu Lebensmitteln. Auch Tiere hätten ein Recht auf ein freies, selbstbestimmtes leben, meint sie.

Einen Monat nach dem beliebten Aufgalopp im Scheibenholz, zu dem jede Jahr tausende Besucher strömen, lud der Leipziger Reit- und Rennverein am Sonntag schon zum zweiten Event der Saison ein. Der Tag war thematisch der sächsischen Wirtschaft gewidmet, denn die Vermarkter wollen die Rennbahn wieder zu einem gesellschaftlichen Treffpunkt machen.

Andreas Tappert /lyn

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