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Lokales Tierschutzbund kritisiert Leipziger Gondwanaland – Sorge um Opossum Heidi und Komodowaran
Leipzig Lokales Tierschutzbund kritisiert Leipziger Gondwanaland – Sorge um Opossum Heidi und Komodowaran
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15:09 29.07.2011
Blick ins Gondwanaland. (Archivfoto) Quelle: Regina Katzer
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Leipzig

„Der Komodowaran ist nach eigenen Angaben des Zoos das einzige Exemplar in ganz Deutschland. Uns ist allerdings unklar, was ein einzelnes Tier für den Artenschutz beitragen soll“, sagte Giltner. Denn eine Fortpflanzung der stark gefährdeten Tiere sei so nicht möglich. Auch die Lebensbedingungen des Publikumslieblings Heidi sehen die Tierschützer kritisch: „Der Tag- und Nacht-Rhythmus des Opossums wurde verschoben, damit die Besucher Heidi sehen können. Die Auswirkungen auf das Tier sind allerdings mehr als fragwürdig, das hat nichts mit einer natürlichen Haltung zu tun“, kritisierte die auch als Tierärztin arbeitende Sprecherin der Organisation.

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Darüber hinaus äußerte der Tierschutzbund grundsätzliche Bedenken gegen solch gigantische Anlagen, wie die neue Tropenhalle in Leipzig: „Die Zoos stecken Millionen in Großprojekte, die angeblich dem Artenschutz dienen, anstatt Millionen in Artenschutzprojekte zu stecken, die vor Ort weitaus mehr ausrichten können“, erklärte Giltner am Freitag. Das Leipziger Gondwanaland sei dabei exemplarisch für eine Tendenz, das Vergnügen und den Event in den Vordergrund zu rücken. „Laut Werbefilm sollen hier ja auch Kongresse und Tagungen abgehalten werden und ich frage mich, was das mit dem Schutz bedrohter Tierarten zu tun hat“, sagte Giltner.

Bisher beziehen die Tierschützer ihre Informationen über das tierische Leben im Gondwanaland allerdings nur aus zweiter Hand: „Wir waren noch nicht selbst vor Ort, wollen das aber demnächst nachholen“, gestand die Artenschutz-Expertin am Freitag gegenüber LVZ-Online. Nach Angaben von Annette Mihatsch, Pressesprecherin des Zoos, sind die Vorwürfe der Tierschützer in Leipzig bekannt und stoßen auf Unverständnis. Es existiere schon seit einiger Zeit eine Einladung an den Geschäftsführer des Tierschutzbundes, Thomas Schröder, sich vor Ort ein Bild zu machen und Vorurteile auszuräumen.

Matthias Puppe

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