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Tod einer Radfahrerin in Leipzig-Schleußig: Tempo 20 und Schwerlastverbot gefordert

Tod einer Radfahrerin in Leipzig-Schleußig: Tempo 20 und Schwerlastverbot gefordert

Der Tod einer Radfahrerin am Montag im Stadtteil Schleußig hat eine Diskussion um die Unfallstelle entfacht. Der Architekt Olaf Koeppen forderte am Dienstag den Rückbau des separierten Gleisbetts zwischen Könneritzstraße und Klingerweg sowie eine Geschwindigkeitsreduzierung auf Tempo 20. Laut Wolfram Günther, Sprecher der Initiative Stadtforum Leipzig, soll die Kommune zudem Schwerlasttransporte durchs Stadtgebiet gänzlich verbieten.

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Anwohner haben an der Unfallstelle Blumen hingelegt.

Quelle: Dirk Knofe

Leipzig. Ein tonnenschwerer Lastwagen hatte die Radfahrerin am Montagmorgen auf dem Teilstück am Clara-Zetkin-Park überrollt. Der Fahrer flüchtete, die 61-Jährige starb noch an der Unfallstelle.

„Ich bringe meine Kinder jeden Morgen in die International School und kurz nach dem Unfall bin ich gerade dort vorbeigefahren“, berichtet Koeppen. Nicht nur ihn habe das Unglück den ganzen Tag mitgenommen: „Wir wurden von der Schulleitung informiert, dass auch viele Kinder den Unfall gesehen haben und schockiert waren“, so der Architekt aus Plagwitz gegenüber LVZ-Online.

Experten wollen separaten Radweg, Tempo 20 und Schwerlastverbot

Koeppen hat schon häufig brenzlige Situation an der Unfallstelle erlebt. Auf engstem Raum gelangen hier Rad- und Autofahrer sowie Fußgänger aus Schleußig in Richtung Park und Innenstadt. In der Straßenmitte fahren zudem die Straßenbahnlinien 1 und 2 entlang. Weil Radfahrer den zwar zur Mitnutzung erlaubten, allerdings nur sehr schmalen, stark frequentierten und schlecht einsehbaren Fußweg häufig verlassen und stattdessen die Straße nutzen, komme es immer wieder zu Gefahrensituationen.

„Und ein Ausweichen für Autofahrer ist dabei überhaupt nicht möglich, weil das Gleisbett separiert wurde“, so Koeppen. Der Architekt fordert deshalb einen Rückbau der Trennung von Auto- und Straßenverkehr, will stattdessen den Radfahrern eine eigene Spur geben. „Bis zum Umbau muss die Geschwindigkeit an der Stelle auf Tempo 20, vielleicht sogar auf Tempo 10 reduziert werden“, so der Experte in Richtung Verkehrs- und Tiefbauamt. Dort war am Dienstag niemand zu einer Stellungnahme bereit. Eine Anfrage von LVZ-Online blieb unbeantwortet.

Ins gleiche Horn wie Koeppen bläst auch Stadtforum-Sprecher Wolfram Günther, der eine generelle Temporeduzierung an Schulen und anderen Stellen mit hohem Unfallpotential, wie dem Schleußiger Nadelöhr, fordert: „Die Stelle ist ja von Haus aus sehr unübersichtlich“, so Günther, der separierte Gleisbetten auch problematisch findet, weil sie die Straßenüberquerung erschweren. Hauptaufgabe der Kommune sei es vorerst aber, den Schwerlastverkehr konsequent aus der Stadt zu verbannen. „Wir brauchen einen Sofortplan, der die schlimmsten Sachen vielleicht auch erstmal mit Testphasen unterbindet – wie schon bei den künstlichen Straßeneinengungen auf der Georg-Schumann-Straße geschehen“, so der Sprecher des Stadtforums Leipzig.

Bisher keine Spur zum flüchtenden Lkw-Fahrer – Polizei befragt Zeugen

Unterdessen fahndet die Polizei weiter nach dem geflüchteten Fahrer des Sattelschleppers, der die 61-jährige Radfahrerin am Montag mutmaßlich beim Überholvorgang überrollt hatte. „Es gibt bisher noch keine weiteren Anhaltspunkte. Wir befragen derzeit mögliche Augenzeugen im Stadtteil“, erklärte Polizeisprecher Uwe Voigt am Dienstag gegenüber LVZ-Online.

Laut Zeugen hatte das Fahrzeug graue Container der internationalen Spedition und Reederei „Cosco“ mit Sitz in China transportiert. Nun sucht die Polizei Firmen, Betriebe und Einrichtungen, die mit solchen Containern beliefert werden. Hinweise nimmt die Verkehrspolizei in der Schongauerstraße 13 oder telefonisch unter 0341 / 255-2847 entgegen.

Matthias Puppe

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