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Todesfall im Haus Auensee: Mann erstickte im Lüftungsschacht - Polizei befragt Freunde

Todesfall im Haus Auensee: Mann erstickte im Lüftungsschacht - Polizei befragt Freunde

Leipzig. Der am Freitag aus dem Lüftungsschacht des Haus Auensee geborgene 30-Jährige ist an Sauerstoffmangel gestorben. Wie Polizeisprecher Uwe Voigt am Montag gegenüber LVZ-Online sagte, sei der Mann kopfüber in einen Schacht des Veranstaltungsgebäudes gesprungen und darin erstickt.

Der Mann hatte eine Strebe an der Lüftungschacht-Abdeckung herausgebrochen, um in den Schacht zu gelangen. Rund 18 Meter über dem Erdboden blieb er stecken und starb. „Es handelt sich hierbei um einen tragischen Unglücksfall“, sagte Voigt.

Der Mann aus der sachsen-anhaltischen Stadt Rottleberode (Gemeinde Südharz) war am 4. Juli zum Konzert der US-Rockgruppe Limp Bizkit ins Haus Auensee gekommen. Nach der Vorband verließ der 30-Jährige allerdings das Gebäude. „Er wollte nur noch mal an die frische Luft und beging dabei den alles entscheidenden Fehler sich keinen Pausenstempel geben zu lassen. Daraufhin wurde er seitens der Security nicht wieder reingelassen“, berichtete der Vater des Toten gegenüber LVZ-Online.

Daraufhin soll es zu einem Wortgefecht mit den Sicherheitskräften gekommen sein und der Verunglückte erhielt einen Platzverweis, sagte der Vater. Laut Polizei gelangte er dann über eine Feuerleiter oder den Blitzableiter auf das Dach des Gebäudes und schlussendlich in den Lüftungsschacht. „Als er gefunden wurde, hing sein Oberkörper kopfüber drin, die Beine waren noch draußen“, berichtete Voigt. Er sei hoffnungslos eingeklemmt gewesen zwischen zwei Stäben, „konnte weder vor noch zurück“.

Eine Obduktion soll nun klären, ob der 30-Jährige alkoholisiert war, sagte Voigt. Das Ergebnis werde aber erst Ende der Woche vorliegen. Die Polizei befrage derzeit Freunde des 30-Jährigen und den Sicherheitsdienst des Konzert-Hauses, um zu klären, was den Mann zu seiner Klettertour verleitet hat.

Vorwürfe, die Polizei habe den Toten zu spät entdeckt, wies Voigt zurück. „Das Konzert war am Montagabend. Die Vermisstenanzeige ist am Mittwoch um 10 Uhr bei der Polizei eingegangen.“ Die Beamten hätten daraufhin zunächst das „Umfeld abgefragt und die Krankenhäuser abtelefoniert“. Das dauere einfach eine gewisse Zeit.

Eine Suchaktion der Polizei nach dem Konzert brachte zunächst kein Ergebnis. In Internetforen der Fans der US-Band wurde tagelang spekuliert, der Sachsen-Anhalter sei womöglich mit einem Fanbus davon gefahren. „Auf Initiative der Eltern haben wir am Freitagnachmittag zusammen mit einer Hundestaffel noch einmal den Park am Auensee und das Gebäude durchsucht. Dabei meldete sich bei uns ein 13-jähriges Mädchen, das auf dem Dach des Hauses etwas gesehen haben wollte“, sagte Polizeisprecher Uwe Voigt. Die Polizisten gingen dem Hinweis nach und konnten den Leichnam später zusammen mit der Feuerwehr aus dem Lüftungsschacht bergen.

Nachdem am Samstag erste Informationen über den tragischen Tod des 30-Jährigen veröffentlicht wurden, verbreitete sich die Nachricht auch über das Internet in den Fanforen der US-Band und führte zu weltweiter Anteilnahme.

joka / mape / mpu / ra / dpa

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