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Lokales Toiletten als Wahlkampfthema? Diskussion um Zustand von Leipziger Schulen
Leipzig Lokales Toiletten als Wahlkampfthema? Diskussion um Zustand von Leipziger Schulen
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23:59 11.02.2014
Kritik des Stadtelternrates an der Toiletten-Situation in der 100. Grundschule in Grünau löst Diskussion über Bauzustand an Schulen aus. Quelle: Armin Weigel

CDU-Mann Andreas Nowak bezeichnete die Zustände in der Grünauer Bildungsstätte "als Schande" und warf der Stadtverwaltung Versagen vor.

"Die angesprochenen Zustände an der 100. Grundschule in Grünau sind wahrhaftig schlimm und bedürfen dringender Maßnahmen", entgegnete Ute Köhler-Siegel (SPD). Trotzdem dürfe man nicht vergessen, dass es an vielen Schulgebäuden der Stadt teilweise untragbare bauliche Mängel gibt. "Toiletten, Speiseräume im Keller, undichte und dann zugeschraubte Fenster - die Liste lässt sich fortsetzen." Bei aller Kritik sollte der CDU-Landtagskandidat aber mal mit seiner Landesregierung besprechen, wie der Freistaat den Kommunen in den nächsten Jahren mit Förderprogrammen bei der Abstellung solcher "Zustände" unter die Arme greifen kann. "Er kann sich dann auch noch darum kümmern, dass die Fördermittel gerecht verteilt werden, denn bisher wurden vor allem Dresden und der Vogtlandkreis überdimensional bedacht."

Das sieht auch Andreas Geisler, Vorsitzender des Stadtelternrates so, der gleichzeitig für die SPD für den Landtag sowie den Stadtrat kandidiert. Er forderte ein Schulbausonderprogramm für die schnell wachsenden Städte wie Leipzig, Zwickau und Chemnitz. Denn die wurden in den Vorjahren gegenüber der Landeshauptstadt Dresden sowie einigen Kreisen bei der Zuweisung von Fördermitteln benachteiligt, sagte er.

Geisler warnte dennoch vor jeglicher "Wahlkampfpolemik". Vielmehr müssten Verwaltung und Stadtrat sich bekennen, diesen wahnsinnigen Sanierungsstau anzupacken und abzuarbeiten. Seinen Berechnungen zufolge sind allein 20 bis 30 Millionen Euro jährlich für Instandhaltung und Wartung an Schulen notwendig. Derzeit gebe es knapp 12 Millionen Euro pro Jahr. Da sei wesentlich mehr Geld notwendig. Bei der Schulnetzplanung habe sich der Stadtrat in den letzten Jahren um einige Entscheidungen gedrückt - etwa in Grünau.

So sollte die 100. Grundschule ursprünglich geschlossen und mit einer benachbarten Bildungsstätte fusionieren - doch diese Entscheidung ist auf 2015 verschoben (die LVZ berichtete). "Die Toiletten sind veraltet, werden aber regelmäßig gereinigt und repariert", erklärte Schulbürgermeister Thomas Fabian (SPD). Er gehe davon aus, dass die Schule aufgrund der gestiegenen Geburtenzahlen gebraucht wird. "Wenn die Entscheidung im Stadtrat endgültig ist, können wir auch baulich mehr investieren."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 12.02.2014

Orbeck, Mathias

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