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Lokales Tomi bekommt jeden klein: Leipziger Bildhauer präsentiert Fußballerskulpturen
Leipzig Lokales Tomi bekommt jeden klein: Leipziger Bildhauer präsentiert Fußballerskulpturen
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23:02 01.06.2017
Künstler Tomi Geier (links) und sein Kumpel Phillip Stöckmaier am formvollendeten Kickertisch samt Fußballerskultpturen. Quelle: André Kempner
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Leipzig

Tomi Geier, Bildhauer aus Leipzig mit ausgeprägtem Faible für guten Fußball, bekommt sie halt alle klein. Nach Beckenbauer, Cruyff, Maradona, Messi oder Robben sind es nun Gianluigi Buffon und Cristiano Ronaldo, die der 37-Jährige an die Stangen seines exquisiten Tischkicker-Spiels schickt. Gleichsam als Warm-up vorm Finale der Champions League zwischen Juventus Turin (mit der 39 Jahre alten Torwart-Legende Buffon) und Real Madrid (mit dem vierfachen Weltfußballer des Jahres CR7) präsentiert imoT – Geiers Künstlername – Sonnabend ab 10 Uhr seine beiden neuen Top-Stars im Café Cantona in der Windmühlenstraße 29. Dort wird der Hit Juve gegen Real am Abend ab 20.45 Uhr auf etlichen Bildschirmen live übertragen.

„Die Kugel, mit der im Cantona gekickert wird, ist natürlich der offizielle Champions-League-Ball“, kündigt imoT mit einem Augenzwinkern an. Diesmal wartet der frühere Junioren-Fußballer von Hertha BSC und Tennis Borussia Berlin allerdings nicht nur mit 14 Zentimeter großen Kicker-Figuren auf, sondern präsentiert zur Feier des Final-Tages auch noch eine vergoldete Cristiano-Ronaldo-Büste. „Wenngleich ich den Turinern den Sieg etwas mehr gönne als den Madrilenen. Wegen Buffon, der die Champions League noch nie gewonnen und den Titel längst verdient hat“, sagt Geier.

Wie berichtet, war imoT im vergangenen Jahr eine besondere Ehre zuteil geworden. Sein formvollendeter Kickertisch, an dem ein internationales Allstar-Team Historie auf ein Ensemble von Weltstars aus der Gegenwart trifft, hielt Einzug ins neue Fifa-Museum in Zürich. Vor Ort erwies sich die elegante Konstruktion für eine Dauerbenutzung im Museum durch Hunderte Gäste am Tag als suboptimal, weshalb der Gohliser gerade im Begriff ist, nachzubessern. Weil die Ruhmeshalle des Fußballs nun mal nur Edles verdient, setzt Geier diesmal auf den Werkstoff Aluminium. Bis zum Ende der Sommerpause soll der modifizierte Tisch in die Schweiz geliefert werden. Allerdings sucht der Bildhauer für dieses ehrgeizige Projekt noch einen fußballbegeisterten Partner. „Für Fertigstellung und Transport braucht es 5000 Euro. Wer als Sponsor mit einsteigt, erhält nicht nur sein Geld schnellstmöglich zurück, sondern für die Dauer bis zur Rückzahlung einen meiner Spieltische für Wohnung, Haus oder Stadion-Lounge sowie eine Figur seiner Wahl“, wirbt imoT für sich und seine Passion. „Oder noch besser“, schiebt er sogleich hinterher, „der Partner betrachtet die Summe als Anzahlung für einen nagelneuen Tisch, den ich für ihn als nächstes baue.“

Ex-Talent Geier, dessen mögliche Profi-Karriere an zig Verletzungen scheiterte, würde sich freuen, zum Final-Vorspiel morgen ab 10 Uhr im Cantona den einen oder anderen Interessenten an den Stangen, an denen die Fußball-Welt steckt, begrüßen zu können. In einer Stadt, die wie Buffon und Ronaldo demnächst Champions League spielt, sollte sich doch nun wirklich jemand finden, der auf einen Kickertisch der Königsklasse steht. So direkt würde der Künstler das nie sagen, dazu ist er viel zu bescheiden. Tomi Geier zitiert viel lieber Herrn von Goethe:

„Tüchtiger, tätiger Mann,
verdiene dir und erwarte
von den Großen – Gnade,
von den Mächtigen – Gunst,
von Tätigen und Guten – Förderung,
von der Menge – Neigung,
von dem Einzelnen – Liebe!“

Mehr über Tomi Geiers Tischkicker im Internet unter www.allstarkicker.com

Von Dominik Welters

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