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Traumhaft winterlich – der Eistraum im Test

Auf dem Augustusplatz Traumhaft winterlich – der Eistraum im Test

Von wegen grauer Januar: Auf dem Augustusplatz geht es seit Freitag bunt und fröhlich zu. Der „Leipziger Eistraum“ bietet bis zum 25. Feburar Eislaufen und Party-Vergnügen. Drei Azubis aus der Region haben den Traum aus Eis getestet.

Der „Leipziger Eistraum“ bietet bis zum 25. Februar Eislaufen und Party-Vergnügen.

Quelle: Andre Kempner

Leipzig. Zum Start des "Leipziger Eistraum" schickte die LVZ drei Azubis aufs Glatteis: Annabel Decker (18) aus Leipzig, Katja Obermüller (16) aus Naunhof und Jennifer Wenger (17) aus Großschönau bei Zittau.

Ausleihe dauert nur Minuten

Maximal fünf Minuten dauert es, bis unsere drei Testerinnen ihre Schlittschuhe ausgeliehen haben. Sie sehen sauber und nicht abgenutzt aus, 500 Paar stehen zur Verfügung. Schwieriger wird es, in die sehr engen Stiefel hineinzukommen. Einmal drin, passen sie in der Länge, drücken aber etwas am Knöchel – vielleicht sollte man gleich eine Nummer größer nehmen. Schuhe und Gepäck kommen für zwei Euro ins Schließfach. 

Läuferinnen haben genug Platz

Die drei angehenden Pferdewirtinnen können zwar sattelfest galoppieren, aber zumindest Katja fühlt sich auf dem Eis ziemlich wacklig. Sie zieht sich an der Bande entlang, während Jennifer und Annabel ein paar Runden drehen. Maximal 50 Leute sind auf der Fläche, Anfänger wie Fortgeschrittene. „Lässt sich angenehm fahren“, sagt Jennifer. „Kein Gedränge, alle bewegen sich in dieselbe Richtung, das ist gut“, findet Annabel. Jeweils nach 90 Minuten ist Eiserneuerung.

Erneut wurde der Leipziger Eistraum auf dem Augustusplatz eröffnet. Auf der Eisfläche herrschte viel Trubel. Foto: Andre Kempner

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Wellenrutsche bietet von oben den perfekten Ausblick

Rodeln ohne Schnee und ohne nasse Hosen ermöglicht die 36 Meter hohe Wellenrutsche. Ein Ticket kostet 1,50 Euro,  eine Fünferkarte sechs Euro und die Zehnerkarte zehn Euro. Unsere Test-Mädels nehmen eine Zehnerkarte. Auch hier gibt es keine Wartezeit – Ticket gekauft, und sofort geht es los. Gerodelt wird auf blauen Kunststoff-Planen, in die man seine Füße hineinsteckt. „Der Aufstieg ist relativ feucht und rutschig, man kann da schnell ausrutschen“, berichtet Katja. „Von oben hat man einen tollen Ausblick auf das ganze Gelände“, freut sich Jennifer. Zur gleichen Zeit starten die Mädchen oben, unterschiedlich schnell kommen sie unten an, und das dreimal hintereinander: „Manche Bahn geht schneller als die andere“, lautet ihre Erklärung. Beim Weiterlaufen werfen die Drei einen Blick durch die Fenster der Alpenhütte: „Sieht gemütlich aus!“

Am Feuer oder bei Glühwein ist Aufwärmen ein Kinderspiel

Nach anderthalb Stunden auf dem Platz macht sich allmählich die Kälte bemerkbar – kalte Hände, kalte Füße. Zumindest die Hände kann man über zwei lauschige Feuerstellen halten, an denen sie schnell wieder warm werden. Dazu trinken Jennifer und Katja je einen Kinderpunsch à 2,50 Euro, Annabel lässt sich einen Erdbeer-Schokoladenspieß à 4 Euro schmecken. Die Preise finden die drei Azubis okay  – vergleichbar mit dem Weihnachtsmarkt. Eine Bockwurst kostet 2,50 Euro, eine Boulette 4 Euro,  ein Steak ebenfalls 4 Euro, eine Laugenbrezel genau wie der Maiskolben 3 Euro, Germknödel 5 Euro, Kräppelchen 3 Euro, Quarkbällchen 3,50 Euro. Für eine Portion Pommes oder Kartoffelecken, kombiniert wahlweise mit Champignons, Currywurst oder Hähnchennuggets, sind 7 Euro fällig. Die Fahrt mit dem Riesenrad schlägt übrigens mit vier Euro zu Buche.

Königsperchten vertreiben Geister

Riesige Hörner, rot funkelnde Augen, Krallen an den Händen: Die Mostviertler Königsperchten aus Niederösterreich sind gekommen, um böse Geister zu vertreiben. Wen sie mit dem Rossschweif berühren, der darf auf Glück, Gesundheit, Humor und Fruchtbarkeit hoffen. Allein die selbstgebauten Köpfe wiegen bis zu 19 Kilo, die gesamte Ausrüstung bis zu 45 Kilo. Die Besucher fürchten sich nicht, sondern machen begeistert Fotos.

Olaf Berger lässt Fan-Augen leuchten

Es brennt wie Feuer“, lautete der erste Erfolgstitel von Schlagersänger Olaf Berger von 1985. Den trug er natürlich auch vor, am Freitag bei seinem Gratiskonzert zur Eröffnung des „Leipziger Eistraums“. Damit brachte er das Eis nicht zum Schmelzen, aber die Augen seiner Fans zum Leuchten. Launig erzählte der 54-jährige Dresdner von seiner Jugendliebe Ursula aus Gohlis. Außer den alten Songs spielte er Titel seines neuen Albums und legte etliche Zugaben drauf.

Kerstin Decker

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