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Lokales Travel24-Hotel in Leipzig soll trotz Unister-Insolvenz 2017 öffnen
Leipzig Lokales Travel24-Hotel in Leipzig soll trotz Unister-Insolvenz 2017 öffnen
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15:22 23.12.2016
Noch ist es eine Baustelle – doch das Travel24-Hotel in Leipzig soll 2017 fertig werden. Quelle: (C) Dirk Knofe
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Leipzig

Das historische Dach des Ring-Messehauses nimmt Formen an. „Nach 73 Jahren sieht es bald wieder so aus, wie es vor dem Krieg war“, sagt Ralf Dräger. Der Hotel-Projektleiter bei Travel24 ist optimistisch: „Im Frühjahr feiern wir Eröffnung.“ 14 Gauben erhält die Krone des jahrzehntelang leer stehenden Gebäudes noch. Im Januar sollen die Dachdeckerarbeiten beginnen. Parallel startet der Innenausbau, auch die Leuchtwerbung für das Hotel kommt dann aufs Dach.

In der Leipziger Innenstadt entsteht ein Travel24-Hotel in Leipzig - es soll trotz Unister-Insolvenz 2017 öffnen.

Gut drei Jahre beträgt der Bauverzug bereits – ursprünglich sollte die 170-Zimmer-Herberge in der Leipziger City Ende 2013 fertig sein. Die Insolvenz der Unister-Holding und zahlreicher ihrer Tochterunternehmen habe an der Verzögerung keinen Anteil, betont Dräger gegenüber LVZ.de. Unister hält 75 Prozent der Anteile an der börsennotierten Travel24, die wie ihr Hauptaktionär Reisen und Flüge im Internet vermittelt. Die AG ist jedoch eigenständig.

Anleger sollen 2017 ihr Geld zurückbekommen

Die Arbeiten seien auch nach dem Tod von Firmengründer Thomas Wagner im Sommer weitergegangen, berichtet Dräger. Der Neubau hinter dem historischen Kopfgebäude steht inzwischen im Rohbau, auch die Tiefgarage ist fertig. Die seit dem Baustart im Dezember 2012 laufenden Ermittlungen gegen Unister und zahlreiche bauliche Herausforderungen vom Untergrund bis zur Statik hätten zu der deutlich längeren Bauzeit geführt, erklärt Dräger.

Und das Geld der Anleger? Diese hatte mit einer Mittelstandsanleihe über 25 Millionen Euro im Jahr 2012 die ambitionierten Hotelpläne finanziert. Im September 2017 soll das Geld laut Dräger wie versprochen an die Anleger zurückgezahlt werden – bei dann im Idealfall laufendem Hotelbetrieb. Die Gesamtkosten für das Hotelprojekt in Leipzig summieren sich aber schon jetzt auf 18 Millionen Euro. Anfangs war noch von rund zehn Millionen Euro die Rede.

Pläne für einen Verkauf

Nicht zuletzt um die Anleihe zurückzahlen zu können, plant Travel24 das Hotel perspektivisch zu verkaufen. Über einen Zeitpunkt will sich Dräger nicht äußern. „Es war immer die Strategie, den Exit zu suchen, sonst kann die Expansion nicht funktionieren. Wir wollen keine Immobilien sammeln, wir benötigen freies Kapital“, erklärt der Projektmanager. Zu weiteren Hotelprojekten in Berlin und München gebe es schon Gespräche, auch Frankfurt am Main sei ein möglicher weiterer Standort. 25 Hotels bundesweit hatte Travel24 ursprünglich als Ziel für seine neue Hotelkette ausgegeben.

Von Robert Nößler

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