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Lokales Leipzig trocknet aus – Stadt ergreift Maßnahmen
Leipzig Lokales Leipzig trocknet aus – Stadt ergreift Maßnahmen
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08:25 05.07.2018
In Leipzig ist es in diesem Sommer langanhaltend warm und trocken. Viele Wiesen sind ausgedörrt und vertrocknet. Quelle: André Kempner
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Leipzig

Seit Wochen ist es in Leipzig nicht nur besonders warm, sondern auch sehr trocken. Das wird mittlerweile für viele Pflanzen zum Problem. Um Trockenschäden oder Absterben zu vermeiden, müssen vor allem junge Bäume zusätzlich gewässert werden, teilte die Stadt Leipzig auf Anfrage von LVZ.de mit.

Je nach Baumgröße sollen 50 bis 100 Liter zugegossen werden, so ein Sprecher. Um das zu realisieren, mussten bereits zusätzliche Kapazitäten organisiert werden. Notwendig sei das auch für Bäume, die an extremen Standorten wie beispielsweise einer Verkehrsinsel stehen. Sie können ihre Wurzeln oft nicht so gut ausbilden und Trockenperioden deswegen schlechter kompensieren.

In Leipzig war es in den vergangenen Wochen oft sehr warm und trocken. Wie wirkt sich das auf Wiesen, Pflanzen und Bäuem aus?

Für alle Pflanzen im Stadtgebiet reichen die Kapazitäten der Stadt nicht. „Eine flächendeckende zusätzliche Bewässerung ist allerdings nicht möglich“, so der Sprecher. Deswegen könnten auch „Wasserspenden“ von Anwohnern helfen, Trockenschäden entgegenzuwirken.

Droht ein Grillverbot im Clarapark?

Wie die Grünflächen die Trockenheit verarbeiten, ist laut Stadt ganz unterschiedlich. Während die Dürre im Auwald bisher wenige Schäden angerichtet hat, sind die Wiesen im Clara-Zetkin-Park mittlerweile ausgedörrt. Weil die Wiesen dort besonders intensiv genutzt werden, ist der Rasen „schadensanfälliger“, heißt es.

Ein zeitweises Grillverbot sei aber vorerst nicht geplant – trotz zuletzt häufig auftretender Feldbrände in und um Leipzig. Man gehe davon aus, dass die Nutzer ihre Grills eigenverantwortlich überwachen, erläuterte der Stadtsprecher.

Kein Ende der Trockenheit in Sicht

Ein Ende der Trockenheit ist vorerst nicht in Sicht. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes kommt zwar am Donnerstag von Südwesten her feuchtere Luft und die Gewitterwahrscheinlichkeit nimmt zu - aber nur im Bergland. Größerer Niederschlag sei nicht absehbar.

Währenddessen wirkt sich der ausbleibende Regen auch auf andere Teile von Sachsen aus. Die Trockenheit lässt Flüsse schrumpfen und Wälder und Felder schnell entflammen. Bereits die Hälfte der Fliessgewässer hat laut Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie zu wenig Wasser. Die Binnenschifffahrt auf der Elbe sei seit Wochen eingeschränkt, die Bauern fürchteten um ihre Erträge.

Im gesamten nordsächsischen Waldgebiet herrscht zudem erhöhte Brandgefahr. Wege dürfen dort nicht mehr verlassen werden. Ohnehin gilt ein Verbot für Feuer im Wald. Auch beim Grillen in Leipzig müsse mindestens 100 Meter Abstand zu Waldstücken gehalten werden, so der Stadtsprecher.

Von Josephine Heinze (mit dpa)

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