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Lokales Trommeln für Wagenplätze: Trailermoon und Rhizomia demonstrieren in der Leipziger City
Leipzig Lokales Trommeln für Wagenplätze: Trailermoon und Rhizomia demonstrieren in der Leipziger City
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14:45 22.11.2014
Mit Trommeln und Transparenten demonstrierten die Wagenplatz-Unterstützer am 22.11.2014 in der City. Quelle: Dirk Knofe
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Leipzig

Rund 200 Personen waren dem Aufruf des Bündnisses für selbstorganisierte Stadtgestaltung gefolgt. Die Polizei sicherte die Route ab.

Leipzig. Mit Trommeln und Trompeten zogen am Samstag die Unterstützer der Volkmarsdorfer Wagenplätze Rhizomia und Trailermoon durch die Leipziger Innenstadt. "Mietvertrag ins Klo " und "Die Stadt sind wir alle" war auf den Transparenten zu lesen. Rund 200 Personen waren dem Aufruf des Bündnisses für selbstorganisierte Stadtgestaltung gefolgt. Die Polizei sicherte die Route ab.

"Alles verläuft bisher sehr friedlich", sagte Polizeisprecherin Maria Braunsdorf am Samstagnachmittag gegenüber LVZ-Online. Nach der Auftaktkundgebung am Neuen Rathaus starteten die Teilnehmer zu einem bunten, musikalisch lautstarken Zug durch Richtung Leipziger Osten. Über Kohlgartenstraße und Torgauer Platz führt die Demo zur Eisenbahnstraße. Gegen 16 Uhr werden die Wagenplatz-Befürworter am Rabet eintreffen. Dort ist noch ein Konzert der Veranstalter geplant.

In erster Linie geht es den Wagenplatzleuten um ein Areal in der Schulze-Delitzsch-Straße, welches früher als Tanklager diente. Auf diesem haben Trailormoon und Rhizomia ihre Bauwagen aufgestellt. Im Bebauungsplan der Stadt wird das Gelände als Grünfläche ausgewiesen. „Wir wollen ein Teil der Grünanlagen werden“, forderten die Bewohner in der vergangenen Woche im Leipziger Rathaus. Die Stadt solle die Brache von der Bahn übernehmen und die Gestaltung den Menschen aus dem Stadtteil überlassen. Weiterhin müssten die giftigen Altlasten beseitigt werden.

Die Veranstalter der Demo fassten ihr Thema allerdings weiter. Im Aufruf heißt es, alle seien gefordert, die mit der Stadtentwicklung im Leipziger Osten unzufrieden seien. Dort würden in jüngster Zeit immer mehr Flächen aufgekauft und saniert. Die Initiatoren sehen eine Verdrängung bisheriger Mieter, die sich oft die Mieten in den hergerichteten Häusern nicht mehr leisten könnten. Eine Beteiligung der alteingesessenen Bürger am Stadtumbau finde nicht statt.

Die ehemalige Bahnfläche an der Schulze-Delitzsch-Straße solle dagegen von Menschen aus dem Viertel gestaltet werden und werde auch bereits von diesen genutzt. Zu den Grünflächen-Plänen der Stadt heißt es: "Wir wollen keine Bäume in Reih und Glied und damit eine Parkfläche wie jede andere."

lyn / joka

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