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Lokales Trotz Geld vom Freistaat: Rennbahnsteg kann erst im Sommer repariert werden
Leipzig Lokales Trotz Geld vom Freistaat: Rennbahnsteg kann erst im Sommer repariert werden
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21:31 05.04.2011
Gesperrt: Der Rennbahnsteg in Leipzig. Quelle: Regina Katzer
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Leipzig

Rund 30.000 Euro koste das Holz, teilte die Stadt mit. Wegen der Fristen zur Ausschreibung und Lieferung des Materials müssen die Leipziger noch einige Wochen auf die Freigabe der Brücke warten.

Ursprünglich hatte die Stadt überhaupt keinen finanziellen Spielraum gesehen, um den Rennbahnsteg wieder herzurichten. "Uns fehlen die finanziellen Mittel, um die Brücke auszubessern", hatte zuvor Edeltraud Höfer, Leiterin des Verkehrs- und Tiefbauamtes gegenüber LVZ-Online berichtet. Jetzt will die Stadt unvorhergesehene Einnahmen vom Freistaat für die Reparatur einsetzen: "Bei der Auszahlung von Fördermitteln behält der Freistaat immer eine Summe zurück, die erst nach Abschluss der Förderprojekte ausgezahlt wird", erklärte Klaus Barthel, der bei der Stadt für Brückenbau und -unterhalt zuständig ist.

Beschleunigen lässt sich die Freigabe der Brücke nicht. Der Auftrag für das Baumaterial muss ausgeschrieben werden, "da gibt es klare Vergaberegeln", so Barthel. Mit der Lieferfrist für das Holz landet man im Juni oder Juli mit dem Baubeginn. "Das ganze ist laufendes Geschäft von uns, das kann dann zügig vom Bauhof abgewickelt werden", ist der Brückenexperte zuversichtlich.

Nach der unerwarteten Sperrung der Brücke hatte Grünen-Politiker Roland Quester, baupolitischer Sprecher der Fraktion und Vorsitzender des Fachausschusses für Stadtentwicklung und Bau, schnelles Handeln gefordert: Wenn es bei der Rennbahnbrücke nur um den Ersatz des Bohlenbelags der Brücke gehe, müsse diese verhältnismäßig geringe Investition umgehend erfolgen, um die jetzt unterbrochene Ost-West-Verbindung innerhalb weniger Wochen wieder herzustellen, forderte er.

Nachdem die Stadt nun die Reparatur eingeplant hat, zeigte sich am Dienstag der stellvertretende Vorsitzende der FDP-Fraktion im Leipziger Stadtrat, René Hobusch, irritiert über die zügige Ankündigung der Sanierung der Rennbahnbrücke: "So richtig und notwendig eine zügige Sanierung der Rennbahnbrücke ist, stellt sich die Frage: Reicht ein Ruf von Ökolöwe Roland Quester, damit Baubürgermeister zur Nedden die Sanierung einer Brücke veranlasst?" Hobusch kritisierte in einer Mitteilung die seiner Meinung nach einseitige Politik der Leipziger Grünen zugunsten des Radverkehrs: "Leipzig braucht eine Politik, die allen Arten von Mobilität gerecht wird. Da gehören neben dem Auto- und Radverkehr auch Fußgänger und ÖPNV dazu."

lyn

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