Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Lokales Trotz Wasserschäden: „Theaterzentrum wird Ende September fertig“
Leipzig Lokales Trotz Wasserschäden: „Theaterzentrum wird Ende September fertig“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:17 13.02.2018
In Halle 7 der Baumwollspinnerei soll ein neues Theaterzentrum auf zwei Etagen entstehen. Den Rest der Flächen will die Stadt Leipzig für ihr künftiges Naturkundemuseum nutzen. Quelle: Foto: André Kempner
Anzeige
Leipzig

Die Nässeschäden in Halle 7 der Baumwollspinnerei sind nicht dramatisch. Das sagte Bertram Schultze, Geschäftsführer der Verwaltungsgesellschaft für das Areal im Leipziger Westen, am Freitag der LVZ. „Es kommt öfter mal vor, dass bei der Sanierung von Dächern Wasser in die Etagen darunter eindringt. Aber das kriegt man da auch wieder heraus.“

Die Verwaltungsgesellschaft sei optimistisch, die beiden Etagen, die zurzeit für den Umzug des freien Theaters Lofft und des Leipziger Tanztheaters (LTT) hergerichtet werden, vertragsgemäß fertigzustellen. „Es wäre das erste Mal, dass wir die Zeitschiene bei einer Baustelle nicht einhalten würden“, so Schultze. Mit dem Kulturdezernat der Stadt sei vertraglich vereinbart, dass beide Etagen spätestens am 30. September 2018 an die neuen Nutzer übergeben werden. Dann sei dort der Innenausbau abgeschlossen, müssten Lofft und LTT nur noch ihre eigene Technik installieren – zum Beispiel für Licht und Ton. „Wir sind in der Zeitschiene und gehen aktuell davon aus, dass das Theaterzentrum Ende September fertig ist.“

Zukunftsvision: So könnte das Leipziger Naturkundemuseum auf dem Gelände der Leipziger Baumwollspinnerei einmal aussehen. Die Eröffnung ist für 2020 geplant. Quelle: Naturkundemuseum Leipzig / KOCMOC

Wie berichtet, hatten das Kulturdezernat und die betroffenen Theaterschaffenden vor einer Woche in einer gemeinsamen Erklärung mitgeteilt, dass sich der Umzugstermin von Juni 2018 auf voraussichtlich erstes Quartal 2019 verschiebe. Dieser Schritt wurde mit Bauverzögerungen begründet und zugleich darauf hingewiesen, dass Halle 7 durch die Verwaltungsgesellschaft als Eigentümerin „saniert und umgebaut“ werde. Grundlage dafür sei „ein Überlassungsvertrag mit der Stadt Leipzig“. Lofft-Geschäftsführer Dirk Förster ließ sich wie folgt zitieren: „Wir müssen jetzt das für September 2018 geplante Eröffnungsfestival absagen, die gebuchten Künstler aus Deutschland und Europa wieder ausladen.“ Noch schlimmer sei, dass die für die Saison 2018/2019 geplanten Premieren und Vorstellungen nun in Frage stünden. „Daran hängen die Existenzen der freischaffenden Künstler.“

LTT-Geschäftsführer Gundolf Nandico kündigte in der Erklärung an, dass in Kürze „mit dem neuen Bauablaufplan“ konkrete Umzugsvorbereitungen fortgesetzt würden. Kulturbürgermeisterin Skadi Jennicke (Linke) wollte helfen, Lösungen für die Übergangszeit zu finden. Gestern bat Jennicke von einer Dienstreise in den USA per SMS um Verständnis dafür, dass sie in Boston nicht auf dem allerneuesten Stand bezüglich der Baustelle sei.

MUseumschef Leder dementiert: Es gibt keinen Bauverzug, wir liegen voll im Plan. Quelle: Kempner

Gerüchte, auch der geplante Umzug des Naturkundemuseums bis zum Jahr 2020 sei durch die Wasserschäden in Frage gestellt, dementierte Museumsdirektor Ronny Maik Leder. „Wir liegen voll im Plan“, versicherte er. Vergangene Woche sei entschieden worden, welches Büro die museale Gestaltung in der Halle 7 übernimmt. Nächste Woche falle die Entscheidung zum Generalplaner. Die Museumsetagen wolle die Stadt als Rohbau vom Eigentümer übernehmen und dann selbst umgestalten. Nach dem Wasserschaden seien vertiefende Prüfungen zur Statik nötig. Auf den Zeitablauf habe das aber weit weniger Einfluss als die derzeit gut gefüllten Auftragsbücher der Baufirmen. „Trotz aller Unwägbarkeiten am Bau gilt nach wie vor das vom Stadtrat beschlossene Ziel, das Museum 2020 zu eröffnen.“

Von Jens Rometsch

Leipzigs legendäre Nobelherberge soll bei der baldigen Sanierung seine historische Zimmer- und Gebäudestruktur behalten. Nach LVZ-Informationen plant der Investor hinter der denkmalgeschützten Fassade des Hotels Astoria keinen großflächigen Abriss und Neubau, sondern eine aufwendige Sanierung der vorhandenen Substanz.

10.02.2018
Lokales Nach Kritik am Jugendamt - Aufbruch zu neuen Strukturen

Probleme beim Kita-Bau, ein belastetes Verhältnis zu einigen Freien Trägern – das Leipziger Jugendamt organisiert sich neu. Amtsleiter Tsapos glaubt, dass sich einige Baustellen bald erledigt haben.

13.02.2018

Der Leipziger Verein "TiMMi ToHelp" sammelt aktuell für das Projekt "Kältebus". Damit will der Verein Obdachlosen vor allem im Winter besser helfen, indem von dort aus warme Speisen und Getränke, sowie Decken verteilt werden. Außerdem soll er als Shuttle zu einer warmen Nachtunterkunft dienen.

27.02.2018
Anzeige