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Lokales Turnhalle für Ballsport gesperrt – SV Azubi löst sich zum Jahresende auf
Leipzig Lokales Turnhalle für Ballsport gesperrt – SV Azubi löst sich zum Jahresende auf
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00:17 11.09.2016
In der Turnhalle an der Teichstraße dürfen keine Ballsportarten mehr ausgeübt werden. Das Bauordnungsamt will damit die historische Hallendecke schützen. Quelle: Foto: Jens Rometsch
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Leipzig

Traurige Gesichter gibt es derzeit bei etlichen Hobbyfußballern sowie rund 200 sportbegeisterten Kindern und Jugendlichen im Leipziger Süden. Denn nach 25 Jahren wird sich ihr Sportverein SV Azubi am 31. Dezember auflösen, bestätigt der Vorsitzende Norman Pustkowski. „Wir haben gerade entsprechende Briefe an alle Mitglieder und Sponsoren verfasst.“

Schon im Januar habe das Bauordnungsamt alle Ballsportarten in der denkmalgeschützten Turnhalle an der Teichstraße 12 untersagt, so Pustkowski weiter. Begründung: Die historische Hallendecke müsse geschützt werden. Auf den Vorschlag des Vereins, in Galeriehöhe ein Schutznetz einzuziehen, hätten die Ämter nie verbindlich geantwortet. „Seit zehn Monaten wurden alle unsere Gesprächsbitten abgelehnt. Auch sind wir sicher der einzige Pachtsportverein der Stadt, der für seine Außenflächen – ohne Begründung – keinen Zuwendungsbescheid für das Jahr 2016 erhalten hat.“ Alles das habe der Arbeit die wirtschaftliche Basis entzogen. „Wir bedauern zutiefst, dass es am härtesten die vielen Kinder und Jugendlichen unseres Vereins trifft.“

Der SV Azubi habe den Pachtvertrag für das Gelände an der Teichstraße zum 31. Dezember 2016 gekündigt und die Stadt habe die Kündigung angenommen, so Sportamtsleiterin Kerstin Kirmes. Bei den Differenzen sei es nicht um die Art des Angebots gegangen. „Wir fördern die Kinder- und Jugendarbeit stets mit Vorrang. Es stimmt aber nicht, dass der SV Azubi der einzige Verein in Leipzig wäre, der sich nicht am Punktspielbetrieb beteiligt.“ Probleme habe es indes beim Erfüllen von Verpflichtungen aus dem Pachtvertrag gegeben. Vor allem habe sich der Verein nie mit konkreten Förderanträgen um die Hallensanierung bemüht. Zudem seien Hygienemängel sowie nicht genehmigte „Teilüberlassungen“ registriert worden. Kirmes: „Trotz mehrerer Aufforderungen liegen uns die Verwendungsnachweise zur anteiligen Kostenerstattung des Jahres 2015 bis heute nicht vor.“

Die Stadt wolle das ganze Gelände samt Halle, Sportplätzen und Grünanlagen erhalten, dafür bei einer Ausschreibung per Konzeptvergabe aber einen neuen Betreiber finden. „Wir hoffen, dass die Halle so bald saniert und künftig viel intensiver genutzt werden kann.“ In Leipzig geschehe das grundsätzlich nach dem Prinzip: vormittags Schulsport, nachmittags Breitensport, am Wochenende Wettkämpfe. Zumindest Schulsport fand in der Teichstraße schon lange nicht mehr statt.

Von Jens Rometsch

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