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Lokales Mehr als 300 Bauvorhaben: Wasserwerke fahren Investitionen hoch
Leipzig Lokales Mehr als 300 Bauvorhaben: Wasserwerke fahren Investitionen hoch
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19:10 06.04.2018
Wasserturm Probstheida: Im Computer sind das neue Laborgebäude (rechts unten) und der neue Garagenkomplex für Messfahrzeuge (darüber) bereits fertig. Quelle: Montage: Wasserwerke
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Leipzig

 Die Leipziger Wasserwerke machen ernst mit ihrer Investitionsoffensive: 67 Millionen Euro verbaut das Unternehmen in diesem Jahr – 36 Prozent mehr als im Vorjahr. Rund 50 Prozent der Summe seien Eigenmittel, betonte gestern der technische Geschäftsführer Ulrich Meyer. Das meiste Geld fließe in den Abwasserbereich.

Um Leipzigs rasantem Bevölkerungswachstum Rechnung zu tragen und ihre Anlagen dem ständig steigenden Bedarf anzupassen, wollen die Wasserwerke in den nächsten Jahren insgesamt 400 Millionen Euro investieren. Ein Schwerpunkt wird das zentrale Klärwerk im Rosental, das bereits seine Kapazitätsgrenze erreicht hat. Das stadteigene Unternehmen will bis Jahresende die sogenannten Wassergütemodelle bei den Genehmigungsbehörden einreichen, die für die Modernisierung des Klärwerks erarbeitet werden. 2019 sollen dann die ersten Vorbereitungen starten und ab 2020 im Klärwerk zwei große Bauabschnitte begonnen werden, so Meyer.

Aktuell sind die Investitionen in die Klär- und Wasserwerkstechnik mit 9,1 Millionen Euro noch relativ bescheiden. Denn das Hauptaugenmerk von Meyer & Co. liegt 2018 noch auf den Leitungsnetzen. 24,6 Millionen Euro sollen in den Trinkwasserbereich fließen, knapp 39 Millionen Euro in den Abwasserbereich. Hier die wichtigsten der rund 300 Vorhaben:

Riebeckstraße: 440 Meter Trinkwasserleitung sollen ab Mitte Juni von der Kreuzung Mühlstraße bis zur Stötteritzer Straße saniert werden. „Wir führen diese Arbeiten im Windschatten der Bauarbeiten durch, die dort im Zuge der Riebeck-Brücke stattfinden“, kündigte der Leiter des Unternehmensbereiches Netze, Ma­thias Wiemann, an. Es würden erneut Guss-Leitungen verlegt, „die wieder hundert Jahre halten werden“.

Plagwitzer Brücke/Karl-Heine-Straße: Im Zuge der Sanierung der Plagwitzer Brücke, die vom 7. Mai bis Mitte Dezember 2019 stattfinden soll, wechseln die Wasserwerke ab Ende Mai in der Karl-Heine-Straße zwischen Klingerweg und Erich-Zeigner-Allee eine Trinkwasser-Hauptleitung aus. „Vorher werden wir eine Interimsleitung bauen“, so Wiemann.

Bornaische Straße: Dort wollen die Wasserwerke ab Ende August Trinkwasser- und Abwasser-Hausanschlüsse erneuern. „Die meisten Arbeiten finden aber im Jahr 2019 statt“, so Wiemann.

Wasserturm Probstheida: Auf dem Areal soll bis 2020 ein neues Trinkwasserlabor entstehen. Im Altbau analysieren die Wasserwerke jährlich 7000 bis 9000 eigene Wasserproben sowie weitere 5000 Proben von anderen Versorgern. Die Tiefbauarbeiten für den rund fünf Millionen Euro teuren Bau sollen im September starten.

Bundesstraße 2: Schon seit September 2016 sind die Wasserwerke mit ihrer Dauerbaustelle an der B 2 in Höhe des Schleußiger Wegs beschäftigt. Für 7,2 Millionen Euro wurden inzwischen der Pleißemühlgrabendüker saniert sowie ein Mischwasserstaukanal und ein neues Entlastungsbauwerk errichtet (die LVZ berichtete). Bei starken Regenfällen soll so künftig das Mischwasser aus der Südvorstadt besser unterirdisch zwischengeparkt werden, bis es über den Hauptsammler in der Fockestraße zum Klärwerk Rosental geführt wird. Ableitungen in die sensiblen Gewässer sollen vermindert werden. „Die Verkehrseinschränkungen auf der B 2 werden Ende Mai aufgehoben“, kündigte Netze-Chef Wiemann an. Bis Ende April soll die Richard-Lehmann-Straße in diesem Bereich wieder vollständig nutzbar sein.

Markkleeberg: Dort wollen die Wasserwerke die geplante Neugestaltung der Friedrich-Ebert- und der Rathausstraße nutzen, um ihre Kanäle im Untergrund zu sanieren.

Markranstädt: Die Infrastruktur für das neue Wohngebiet Nobel-Ring wird geschaffen.

Taucha: An der Kriekauer und an der Sommerfelder Straße setzen die Stadt und die Wasserwerke eine neue technische Lösung um, die künftig den Rückstau von Oberflächenwasser verhindern soll.

Schkeuditz: Am Schladitzer See wird eine Abwasser-Infrastruktur für den Haynaer Strand geschaffen.

Von Andreas Tappert

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